Größere EU-Hülsenfruchternte

ufop_logo_400x300Berlin, 06. Oktober 2020 - Nicht nur die Erzeugung von Ackerbohnen hat in der EU-27 deutlich zugenommen, sondern auch die von Süßlupinen, Futtererbsen und Sojabohnen.

Die Erzeugung von Hülsenfrüchten hat in der EU-27 im Jahr 2020 deutlich zugenommen. Insgesamt wurden nach Angaben der EU-Kommission 6,5 Mio. t geerntet und damit 7 % mehr als im Vorjahr. An den Rekord von 7 Mio. t im Jahr 2017 reicht dieses Ergebnis aber nicht heran. Von den hier aufgeführten Hülsenfrüchten wurden vor allem Ackerbohnen im Vergleich zum Vorjahr umfangreicher gedroschen. 2020 wurden etwa 1,2 Mio. t geerntet und damit 16 % mehr als 2019 und sogar 22 % mehr als im schwachen Jahr 2018, als die Ernte eingebrochen war. Nach Einschätzung der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) ist dieses Plus auf Flächenausdehnung und Ertragssteigerung zurückzuführen. Süßlupinen profitierten 2020 ebenfalls von einem umfangreicheren Anbau und höheren Erträgen. Mit rund 235.000 t wurden 12 % mehr geerntet als 2019.

Wichtigste Hülsenfrucht der EU-27 ist die Sojabohne mit einem Anteil von rund 43 % an der Erzeugung von Körnerleguminosen. 2020 ernteten die Erzeuger rund 2,8 Mio. t und damit etwa 3 % mehr als im Vorjahr. Dies ist sowohl auf einen Zuwachs an Anbaufläche als auch auf Ertragssteigerungen zurückzuführen. Die zweitwichtigste Hülsenfrucht in der EU-27 ist die Futtererbse. Mit 2,2 Mio. t wurden 7 % mehr gedroschen als 2019, vor allem zurückzuführen auf eine Ausweitung der Anbaufläche. Diese stieg um 8 % auf 852.000 ha. Dadurch konnte der Rückgang der Erträge von 1,6 % auf 25,5 dt/ha mehr als kompensiert werden.

Pressekontakt
Stephan Arens
Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.
Tel: 030 31904 225
s.arens@ufop.de
www.ufop.de