Rapsvorräte in Kanada leicht gesunken

ufop_logo_400x300Berlin, 11. Februar 2020. Die Prognosen der kanadischen Vorräte für Raps und Sojabohnen wurden zurückgenommen. Die Zahlen liegen aber in beiden Fällen über dem langjährigen Durchschnitt.

Das kanadische Statistikamt veröffentlichte jüngst seine Einschätzung zu den Getreide- und Ölsaatenvorräten zum Jahresende 2019. Das Amt beziffert die Lagerbestände auf insgesamt 18,5 Mio. t. Das entspricht zwar einem Rückgang von 4 % zum Vorjahresniveau, ist aber eine Steigerung von 3,2 % zum Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Bei Raps, der als mengenmäßig bedeutendste Ölsaat gut drei Viertel der kanadischen Ölsaatenvorräte ausmacht, verhält es sich ähnlich: 14,3 Mio. t stellen einen Rückgang von 2,4 % zum Vorjahr dar, bedeuten aber auch einen Anstieg von 4,9 % zum Fünfjahresmittel.

Der Rückgang gegenüber Dezember 2018 ist nach Angaben des kanadischen Statistikamtes auf eine Verringerung der Erzeugervorräte um 5,9 % auf 12,4 Mio. t zurückzuführen. Trotz deutlich höherer Anfangsbestände zum Wirtschaftsjahr 2019/20 hat die geringere Rapsernte 2019 in Verbindung mit einer umfangreicheren Verarbeitung die Verfügbarkeit schrumpfen lassen. Die Sojabohnenvorräte des Landes zum Jahresende 2019 schätzt das kanadische Statistikamt auf 3,9 Mio. t und damit 9,4 % unter Vorjahr. Das Fünfjahresmittel wird aber um 2,7 % übertroffen.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) weist darauf hin, dass die Lagermenge bei Raps etwa 70% der Erntemenge von 20,1 Mio. t im Wirtschaftsjahre 2019/20 ausmacht. Diese hohen Vorräte drücken auf die Erzeugerpreise, zumal der Export nach China nach den Handelsauseinandersetzungen bisher nicht auf das frühere Niveau von 4,3 Mio. t zurückgekehrt ist.

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