Bundesländerpreis für Erneuerbare Energien verliehen: "Ansporn für alle, ihre Potenziale noch besser zu nutzen"

Logo_AEE_orange_400x300Berlin, 11. November 2008 – Die Gewinner des ersten Bundesländer­preises für Erneuerbare Energien haben gestern Abend in Berlin ihre Auszeichnung erhalten. Stellvertretend für ihr jeweiliges Land nah­men der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck, der baden-württembergische Regierungschef Günther Oettinger und der Umweltminister Schleswig-Holsteins, Christian von Boetticher, den „Leitstern 2008“ für besondere Erfolge auf dem Gebiet der Erneuer­baren Energien entgegen.

„Die Auszeichnung soll Ansporn sein, die Potenziale zur Nutzung Erneuerbarer Energien in allen Bundesländern noch besser aus­zuschöpfen“, sagte Prof. Dr. Klaus Töpfer, ehemaliger UNEP-Direktor und Schirmherr der Agentur für Erneuerbare Energien. Selbst die Gewinnerländer hätten das Optimum noch nicht erreicht. „Mit dem Länderranking wird niemand ausgegrenzt, sondern jedes Bundesland ermutigt und unterstützt, sich in Zukunft noch zu steigern. Wir wollen diese Diskussion anstoßen“, so Töpfer.

Matthias Platzeck freute sich über den Gesamtsieg für Brandenburg: „So ein Preis motiviert. Wir diskutieren in der Landesregierung bereits, wie wir in einzelnen Punkten noch besser werden können“, so der Ministerpräsident. Brandenburg hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 ein Fünftel seines Primärenergieverbrauchs aus Erneuerbaren Energien zu erzeugen. „Bis dahin liegt noch viel Arbeit vor uns, auch politische Überzeugungsarbeit“, blickte Platzeck nach vorn.

Baden-Württemberg erhielt den „Leitstern 2008“ in der Kategorie Erneuerbare Wärme. Ministerpräsident Oettinger sah darin die Belohnung für das neue Wärmegesetz des Landes, das den Einsatz regenerativer Wärme sowohl im Neubau als auch im Gebäudebe­stand verpflichtend vorschreibt. „Das Gesetz lenkt Investitionen in die richtige Richtung“, so Oettinger. Damit sei es ein gelungenes Beispiel für ökologische Marktwirtschaft.

Für erfolgreiche Wirtschafts- und Technologieansiedlung im Bereich Erneuerbare Energien erhielt Schleswig-Holstein einen „Leitstern“. Der Landesumweltminister widmete den Preis den Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Land. „Ehrgeizige Ziele sind nur zu erreichen mit ehrgeizigen Partnern“, so von Boetticher. Daher sehe er den Preis auch als „in die Zukunft gerichtet, für alles, was wir noch tun werden und wollen“.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel betonte in seiner Festrede die entscheidende Rolle und große Verantwortung der Bundesländer beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. „Die Länder beeinflussen die Raumplanung, weisen Flächen für Erneuerbare Energien aus und sind Motoren der Kommunalpolitik“, so Gabriel. Die Unterstützung der Bundesländer sei daher unerlässlich, damit Deutschland seine Klimaschutzziele erreicht. Zudem verwies der Minister auf die 250.000 Beschäftigten in der Branche der Erneuerbaren Energien und stellte fest: „Es gibt kein anderes Wirtschaftsfeld, in dem in so kurzer Zeit so viele zukunftsträchtige Arbeitsplätze entstanden sind.“ Verbunden mit seinem Glückwunsch an die Gewinnerländer äußerte Gabriel die Hoffnung, „dass die anderen Länder dem guten Beispiel jetzt nacheifern“.

Die Grundlage für die Preisvergabe, eine umfassende Vergleichs­studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), stellte Prof. Dr. Claudia Kemfert vor, Leiterin der Forschungs­abteilung Energie im DIW. Sie bezeichnete die stärkere Nutzung regenerativer Energien als unabdingbar für ein entschiedenes Gegensteuern gegen den Klimawandel. „Erneuerbare Energien sollten weltweit die Hauptenergiequelle werden“, forderte Kemfert. Die Nutzung erfolge aber letztlich immer vor Ort. Die Studie habe gezeigt, „dass alle Bundesländer ihre Anstrengungen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien noch verstärken können und müssen“, so Kemfert.

Fotos der Veranstaltung, ausführliche Hintergrundinformationen sowie die interaktive Ergebnis-Datenbank mit Deutschlandkarte und die komplette Studie „Best Practice für den Ausbau Erneuerbarer Energien“ finden Sie unter www.leitstern2008.de.

Außerdem veranstaltet die Agentur für Erneuerbare Energien am 17. Nov. 2008 eine ganztägige Pressefahrt ins Gewinnerland Brandenburg. Es sind noch wenige Plätze frei.

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