Gewinner des Journalistenpreises "deutschland hat unendlich viel energie" ausgezeichnet

Berlin, 1. Oktober 2015 – In Berlin werden heute zum zehnten Mal die besten Medienbeiträge über Erneuerbare Energien prämiert. Neben einem kategorieübergreifenden Preis für die beste lokale Berichterstattung über „Erneuerbare Energien vor Ort“ werden Auszeichnungen in den Kategorien Multimedia, Fernsehen, Print/Online und Hörfunk verliehen. Der Journalistenpreis „deutschland hat unendlich viel energie“ wird von der Agentur für Erneuerbare Energien ausgelobt und honoriert Medienbeiträge, die sich mit der wichtigen Aufgabe befassen, die Öffentlichkeit über die Rolle und Bedeutung der Erneuerbaren Energien in Deutschland aufzuklären. Der Jury gehören Fachjournalisten unterschiedlicher überregionaler Medien an.

Die ausgezeichneten Journalisten und Beiträge im Einzelnen:

Kategorie übergreifend: Erneuerbare Energien vor Ort

Der Gewinner für die beste lokale Berichterstattung im Jahr 2015 ist der Journalist Dirk Vilsmeier. Er beeindruckte die Jury mit seinem Beitrag „Planlos bis zur Steckdose - Warum sich der High-Tech-Standort Bayern so schwer tut mit der Energiewende“, der Anfang September 2014 im radioThema des Bayerischen Rundfunks ausgestrahlt wurde. Die authentische Reportage befasst sich mit der Umsetzung der Energiewende in Bayern und sei laut Jury auch für Nicht-Bayern sehr spannend. Bei gleichzeitig hoher Argumentationsdichte gelänge es dem Autor, das Thema verständlich und interessant darzustellen. Laut Jury ist der Beitrag zudem „eine handwerklich sehr solide gemachte Reportage“.

Kategorie: Multimedia

An einen Beitrag von Frédéric Dubois und Marco del Pra' geht die Auszeichnung in der neu geschaffenen Kategorie „Multimedia“. Ihr interaktiver Beitrag „atterwasch. - Eine Scroll-Doku“ erschien 2014 in einer Reihe von Onlinemedien. Er portraitiert ein brandenburgisches Dorf, das dem Braunkohletagebau weichen soll. Aus den Einsendungen für die Kategorie sei "atterwasch." sofort als besonders relevant und innovativ hervorgestochen und habe mit seiner Ästhetik überzeugt, so das Votum der Jury.

Kategorie: Fernsehen

In der Kategorie „Fernsehen“ teilen sich zwei Beiträge die diesjährige Ehrung.

Der erste Beitrag, der in der Kategorie „Fernsehen“ ausgezeichnet wird, ist „Pumpspeicher am Jochberg - Schande oder Chance?“ von Iska Schreglmann. Im Rahmen der Fernsehsendung „Faszination Wissen“ wurde ihr Film im Juli 2014 im Bayrischen Rundfunk ausgestrahlt. Die Autorin portraitiert einen bayrischen Bürgermeister, der sich auf eine deutschlandweite Tour begibt, um sich über Pumpspeicherkraftwerke zu informieren. Der Anlass: Es gibt Pläne, in der Nähe seiner Gemeinde ein solches Kraftwerk zu erreichten. Während der Reise zu verschiedenen Gesprächspartnern werden die Vor- und Nachteile eines solchen Infrastrukturprojektes beleuchtet. Die Jury bewertet den Beitrag als ebenso interessant wie unterhaltsam. Gleichzeitig sei das Werk auch sehr informativ, da es sich mit einem Thema beschäftigt, das „in der Debatte um den Ausbau der Erneuerbaren Energien oft unterbelichtet bleibt“.

Für ihren Beitrag „Windiges Geld“ werden auch die Journalisten Carsten Rau und Hauke Wendler ausgezeichnet. Ihr Film wurde im März 2015 in der ARD gesendet und geht kritisch der Frage nach, welche Akteure finanziell vom Ausbau der Windenergie in Deutschland profitieren. Die Jury bezeichnet den Beitrag als hoch aktuell und spannend erzählt. Die beiden Autoren beeindruckten die Juroren durch die Auswahl der Protagonisten, die hervorragende Recherche und die ausgezeichnete filmische Umsetzung. Den Erwartungen der Jury zufolge könnte diese Darstellung die Windbranche aufrütteln.

Kategorie: Print-/Onlinemedien

Die Auszeichnung in der Kategorie „Print-/Onlinemedien“ erhält der Journalist Bernhard Pötter für seinen Artikel „Das Billionending“. Der Beitrag wurde im Oktober 2014 in der tageszeitung, taz, veröffentlicht. Er analysiert die politische Debatte, die sich ergab, als der damalige Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) die Kosten der Energiewende bezifferte. Die Jury lobt den Artikel für die detaillierte Quellenrecherche und auch für die präzise Auswahl passender Zitate. Dem Autor sei es gut gelungen, den politischen Prozess darzustellen und die Leser zu informieren, welche Auswirkungen diese politische Kostenschätzung hatte.

Kategorie: Hörfunk

Mit dem Preis für den besten Beitrag in der Kategorie „Hörfunk“ prämierte die Jury Philip Banses Beitrag „Comeback der Saurier? Die Energiewende von unten ist in Gefahr“. Das im April 2015 im Deutschlandradio Kultur gesendete Stück erläutere anschaulich, wie sich beim voranschreitenden Ausbau der Erneuerbaren Energien die Akteursvielfalt entwickle. Die große Anzahl an Zitatgebern sowie die Darstellung der Lösungsansätze haben die Jury stark beeindruckt. Dem Autor sei es außerdem gelungen, das Thema nicht nur innovativ, sondern auch leicht zugänglich darzustellen. Der Beitrag zeichne sich laut Jury besonders durch eine Leichtigkeit im Erzählen aus.

Die Jury:

Dagmar Dehmer, Der Tagesspiegel; Christian Rohde, ZDF - Frontal 21; Richard Fuchs, Deutsche Welle; Daniel Wetzel, Die Welt; Jörg-Rainer Zimmermann, neue energie

Die Preispaten:

Die Preisverleihung wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung folgender Unternehmen: Enercon GmbH, NATURSTROM AG, Netzkauf EWS eG, PNE Wind AG und wpd Wind Project Development GmbH Co. KG.

Die Agentur für Erneuerbare Energien gratuliert den Gewinnern und dankt der Jury für ihr kompetentes Votum sowie den Preispaten für ihre Unterstützung.

Die ausgezeichneten Beiträge sowie Fotos der Preisverleihung finden Sie ab 02. Oktober 2015 unter: www.unendlich-viel-energie.de/journalistenpreis

Kontakt:

Agentur für Erneuerbare Energien
Alena Müller
Pressereferentin
Tel: 030 200535 45
Fax: 030 200535 51
Mail: a.mueller@unendlich-viel-energie.de