Preise für Sojaschrot: Brasilianische Ernte im Fokus

ufop_logo_400x300Berlin, 13. November 2019. Die Preise für konventionelles Sojaschrot erreichten Anfang Juni ihren bisherigen Jahreshöchststand, angetrieben durch die Sojabohnenkurse in Chicago. Seitdem gaben sie jedoch kontinuierlich nach.

Nach einer mehrmonatigen Schwächephase stiegen die hiesigen Sojaschrotpreise Anfang Juni sprunghaft an. Innerhalb von zwei Wochen legte 44er Sojaschrot um 18 % auf 320 EUR/t zu, 48er Ware um 16 % auf 346 EUR/t. Grund dafür waren die sprunghaft gestiegenen Sojabohnenkurse in Chicago. Diese sind auf anhaltende Regenfälle und Überschwemmungen in den USA zurückzuführen, die nicht nur die Mais-, sondern auch die Sojabohnenaussaat massiv beeinträchtigt haben.

Doch seit Juni sind die deutschen Sojaschrotpreise um durchschnittlich 9 % zurückgegangen. 44er Ware lag zuletzt bei 292 EUR/t, 48er Sojaschrot bei 317 EUR/t im Bundesdurchschnitt. Schwächere Sojakurse und ein nur sporadisches Kaufinteresse der Mischfutterbetriebe belasten die Notierungen.

Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) wird der größte Anteil des Sojaschrotes für den deutschen Kassamarkt aus Brasilien und Argentinien importiert. Alleine im Juli und August 2019 hat Deutschland 254.000 t aus Brasilien und 34.000 t aus Argentinien erhalten.

Da sich insbesondere in Brasilien für die Ernte 2020 erneut Rekordmengen abzeichnen, dürfte das Angebot von dort in der zweiten Hälfte des Wirtschaftsjahres groß bleiben und weiteren Preisdruck erzeugen.

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