Rheinland-Pfalz kann Schrittmacher für neue Repoweringstrategie und klimaneutrale Industrie werden

Berlin, 9. September 2021 - Beim Länderspezial, dem digitalen Branchentag der Windenergie in Rheinland-Pfalz, diskutierten Unternehmen und Politik über Wege zur Beschleunigung des Windenergieausbaus. Rheinland-Pfalz liegt bei der Windenergienutzung unter den westdeutschen Flächenländern auf einem guten vierten Platz. Das Land hat früh die Möglichkeiten für Wertschöpfung, Beschäftigung und CO2-freie Energieproduktion genutzt. Von den 3.750 Megawatt installierter Windleistung scheiden bis 2025 allerdings gut 680 Megawatt aus der EEG-Förderung aus.

„Wir wünschen uns, dass das Land eine eigene Repoweringstrategie durchsetzt. Hierüber ließe sich die installierte Leistung und damit die Erzeugung von CO2-freiem Strom vervielfachen. Dies bietet die Chance für Industrie und Mittelstand, schnell in Richtung Klimaneutralität zu gehen.  Der Koalitionsvertrag hat für all dies gute Ansätze. Jetzt geht es darum, in die Umsetzungsphase einzusteigen: Flächen, schnelle und bei Repowering verkürzte Genehmigungen sowie Klärungen im Artenschutz sind die Stichworte. Unsere Branche steht bereit, um die politischen Ziele erreichbar zu machen“, so Wolfram Axthelm, Geschäftsführer Bundesverband WindEnergie.

„Wir haben uns das ambitionierte Ziel gesetzt, für Rheinland-Pfalz Klimaneutralität in einem Korridor zwischen 2035 und 2040 zu erreichen. Der Ausbau Erneuerbarer Energien ist hierfür zentral. Deswegen werden wir auf Landesebene alles tun, um die Rahmenbedingungen, insbesondere auch für die Windenergie, zu verbessern: Ein erster Schritt war die Änderung der Mindestabstandsmessung ab Mastfußmitte. Aktuell arbeiten wir daran, die Mindestabstände zu reduzieren, das Repowering zu erleichtern und den Dialog zu Artenschutz und Windenergienutzung zu intensivieren. Ganz klar ist: wir können diese Ziele nicht im Alleingang erreichen. Wir brauchen dringend Verbesserungen der Rahmenbedingungen auf Bundesebene, insbesondere bei den Markt- und Finanzierungsbedingungen für Erneuerbare Energien“, erklärte Klimaschutz- und Energieministerin Anne Spiegel.

„Unser zweitätiger digitaler Branchentag macht deutlich: Die Windbranche in Rheinland-Pfalz, aber auch im Saarland, kann und will einen starken Beitrag leisten, um die Klimaneutralität von Industrie und Mittelstand abzusichern. Wir haben die Lösungen, die Konzepte und die Leidenschaft, um die Energiewende erfolgreich fortzusetzen. Wir setzen darauf, dass die Landesregierung in der Raum- und Bauleitplanung, den Genehmigungsprozessen und beim Artenschutz die Voraussetzungen schafft“, unterstrich Gabriele Schmidt, Vorsitzende BWE Landesverband Rheinland-Pfalz/ Saarland bei der heutigen Eröffnung.

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