Rapsimporte auf Rekordniveau

Berlin, 13. Juli 2021. Die Rapsimporte der EU-28 aus Drittstaaten erreichten im Wirtschaftsjahr 2020/21 mit ca. 6,5 Mio. t eine neue Rekordhöhe. Ursache ist die deutlich gestiegene Nachfrage nach Rapsöl und Rapsschrot. Hauptlieferant Ukraine verlor aufgrund einer kleinen Ernte deutlich an Bedeutung.

Obwohl die EU-Rapsernte 2020 etwas größer ausfiel als im Vorjahr, war das Gesamtangebot der EU-28 im Wirtschaftsjahr 2020/21 aufgrund geringerer Anfangsbestände mit geschätzten 17,6 Mio. t nicht einmal 300.000 t größer als im schwachen Wirtschaftsjahr 2019/2020. Gleichzeitig musste die monatliche Nachfrageprognose stetig angepasst werden, denn der Bedarf an Nachprodukten entwickelte sich dynamischer als erwartet. Dieser kurbelte entsprechend die Verarbeitung an. Folglich erhöhte sich das Verarbeitungsvolumen 2020/21 um 6,4 % auf 23,1 Mio. t Rapssaat. Der stetig steigende Bedarf konnte zwar anfänglich aus der EU-Erzeugung gedeckt werden.

Die notwendigen Rapsmengen mussten beginnend in der ersten Wirtschaftsjahreshälfte zunehmend durch Lieferungen aus Kanada und anschließend aus Australien importiert werden. Aufgrund des erntebedingt kleineren Angebotes kamen aus der Ukraine 2020/21 mit 2,2 Mio. t rund 24 % weniger als 2019/20. Damit sank der Anteil der ukrainischen Herkünfte an den Gesamtimporten von 49 % in 2019/20 auf 34 %. Geschlossen wurde diese Lücke zum Teil durch Lieferungen aus Kanada, die um 13 % auf 2,1 Mio. t zulegten, wobei sich der Anteil an den gesamten Einfuhren nur marginal um 1 Prozentpunkt auf 32 % erhöhte.  Australien lieferte ab Februar 2021 insgesamt 1,8 Mio. t. Dies entsprach einem Anteil von 30% an den Gesamtrapsimporten. In den letzten Wochen des Wirtschaftsjahres trafen von dort noch knapp 190.000 t ein. Weitere australische Importe werden notwendig sein, sollte sich der Erntestart in der EU weiter verzögern.

Die EU-Rapsimporte erreichten 2020/21 mit ca. 6,5 Mio. t ein Rekordniveau und lagen damit 5 % über der Menge des Vorjahres.

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Stephan Arens
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