Regionale Energie für die Stadt

Logo_AEE_orange_400x300Berlin, 29. November 2013. Trier an der Mosel kann auf mehr als 2000 Jahre Geschichte zurückblicken und ist damit eine der ältesten Städte in Deutschland. Mit den großen Bemühungen beim Ausbau der Erneuerbaren Energien nimmt sich Trier aber auch zukünftiger Aufgaben an. Dank der engen Zusammenarbeit mit der Region Trier kommt bereits mehr als die Hälfte des Stroms für die rund 100.000 Einwohner aus regenerativen Quellen. Für ihr Engagement ist Trier heute als „Energie-Kommune“ ausgezeichnet worden. Mit dem Titel würdigt die Agentur für Erneuerbare Energien vorbildliche kommunale Energieprojekte und stellt sie auf dem Infoportal www.kommunal-erneuerbar.de ausführlich vor.

„Das Engagement der Stadt Trier für den Klimaschutz kommt aus Bürgerschaft und Trier_01Politik gleichermaßen“, schwärmt Oberbürgermeister Jensen. „Wir haben einen aktiven Solarverein, eine engagierte Agenda-21-Gruppe und Stadtwerke, die sich ganz der Energiewende verschrieben haben.“ Die Stadt unterstützt die engagierten Bürger und das kommunale Unternehmen durch sinnvolle Angebote und ambitionierte Ziele. So veröffentlicht die Stadt ein Solardachkataster und setzte 2007 das Ziel, dass die Stadtwerke eine Stromversorgung aus mindestens 50 Prozent Erneuerbaren Energien gewährleisten sollen. Diese Energie soll möglichst regional erzeugt werden.

„Uns wurde schnell klar, dass die Potenziale innerhalb der Stadt nicht ausreichen würden, um diese Ziele umzusetzen“, erläutert der Oberbürgermeister. „Daher haben wir uns die Ziele gemeinsam mit der Region Trier gesetzt.“ Die interkommunale Zusammenarbeit mit der Region Trier wurde bereits 2001 mit einem gemeinsamen Energiekonzept vorangetrieben. Die Zielmarke von 50 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energien konnte in der gesamten Region bereits 2008 erreicht werden. Daher wurde in das 2011 veröffentlichte integrierte, Klimaschutzkonzept kein 100 Prozent-Ziel gesetzt, sondern der Stromexport angepeilt.

„Der zügige Ausbau der Wind-, Solar und Bioenergie zeigt unseren Erfolg“, so Oberbürgermeister Jensen. „Die Anlagen wurden meist durch die Stadtwerke gebaut, die aber auch viele Bürgerenergieprojekte angestoßen haben. In Trier und Umgebung gibt es daher zahlreiche Energiegenossenschaften und regenerative Privatanlagen.“

„Der große Vorteil der Städte gegenüber dem ländlichen Raum ist die dichte Besiedelungsstruktur, dagegen hat der ländliche Raum meist die notwendigen Flächen für Anlagen der Erneuerbaren Energien“, so Nils Boenigk, stellvertretender Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „Die interkommunale Zusammenarbeit ist für beide Seite eine Gewinnsituation: Die Wertschöpfung aus den Anlagen bleibt im ländlichen Raum und die Stadt wird mit sauberer Energie aus der Region versorgt.“

Foto: Stadtwerke Trier


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