BNetzA untersucht, warum Kohlekraftwerke unflexibel auf den Börsenstrompreis reagieren

Konventionelle Kraftwerke in Deutschland erzeugen selbst bei negativen Preisen an der Strombörse in erheblichem Ausmaß weiterhin Strom. Das geht aus dem im April 2017 veröffentlichtem Bericht der Bundesnetzagentur zur Mindesterzeugung hervor. Darin hat die Bundesnetzagentur untersucht, welche Gründe für diese Inflexibilität bestehen. Die Analyse wurde anhand einzelner relevanter Stunden an fünf Tagen im zweiten Halbjahr 2015 durchgeführt. Als Gründe für das unflexible Verhalten nennt die Behörde Verdienstmöglichkeiten außerhalb des Strommarktes (z.B. Wärmebelieferung, Eigenversorgung, vermiedene Netzentgelte) und technische Restriktionen der Kraftwerke.

In der öffentlichen Diskussion wurden negative Strompreise bisher auf ein Überangebot an Strom aus Erneuerbaren Energien zurückgeführt. Die aktuelle Analyse zeigt jedoch, dass das Verhalten der Betreiber konventioneller Kraftwerke ein entschiedener Faktor ist.

Dieser Artikel wurde im Renews, dem Newsletter der Agentur für Erneuerbare Energien, veröffentlicht.

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