Wird die Energiewende ausgebremst?

bremseInmitten der politischen Diskussionen rund um die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) stellt ein Beitrag der Reihe ZDFzoom die Frage, wie es derzeit um den Ausstieg aus der klimaschädlichen Energieversorgung und den Einstieg in Erneuerbare Energien in Deutschland bestellt ist. Dafür begeben sich die Autoren auf eine Reise durchs Land, um mit Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Bürgergenossenschaften, welche die dezentrale Energiewende vorangetrieben haben, klagen, dass ihnen das Überleben durch die geplante EEG-Novelle schwer gemacht werde. So sollen demnächst Windkraftprojekte nur noch per Ausschreibung vergeben werden. Doch das finanzielle Risiko ist zu hoch, als dass Energiegenossenschaften das stemmen könnten. Zitatgeber sind weiterhin auch eine Vertreterin der Bürgerinitiative „Stromautobahn“ in Franken, die befürchtet, dass die riesigen Stromtrassen vor ihrer Haustür statt für Wind ausgerechnet für Braunkohlestrom genutzt werden.

Der Beitrag zeigt außerdem, wie am Rande des Hambacher Forstes Bäume für den Braunkohle-Tagebau abgeholzt werden. Zu Wort kommt ein Vertreter einer Umweltorganisation, der neue Braunkohletagebaue mit der Energiewende für unvereinbar hält.

Der so genannte "Kohlekompromiss" von Anfang 2016 ermöglicht es den Energiekonzernen, einen großen Teil ihrer Kohlekraftwerke weiter zu betreiben. Statt der ursprünglich vorgesehenen Klimaabgabe erhalten sie nun für die Stilllegung einiger Braunkohlekraftwerke eine Vergütung von rund 1,6 Milliarden Euro. Diese Kraftwerke sollen als "flexible Reserve" dienen, so rechtfertigt die Politik den Kompromiss. Die Autoren der Dokumentation sprechen darüber mit dem Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD).

Dieser Artikel wurde im Renews, dem Newsletter der Agentur für Erneuerbare Energien, veröffentlicht.

Bildquelle: Thomas Nes Myhre @flickr.com, Creative Common 2.0 Generic (CC BY 2.0)