Subventionen für Fossile gefährden Klimaschutz

schornsteinIn einer Studie des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit Sitz in Washington werden die weltweiten Subventionen im Energiesektor mit 5,3 Billionen Dollar beziffert. Dies entspricht 6,5 Prozent des Welt-Bruttosozialprodukts und übersteigt damit sogar die globalen Ausgaben im Gesundheitssektor. Durch die Subventionen für Öl, Kohle und Gas würden die Energiepreise künstlich niedrig gehalten und ein weiterer Ausbau der Erneuerbaren Energien gebremst. Durch eine reale Preispolitik hingegen wüchsen Investitionen in klima- und umweltfreundliche Technologien stark an und die weltweiten Treibhausgas-Emissionen könnten um 17 Prozent reduziert werden, führte der IWF weiter aus.

Ein Artikel in der Tageszeitung Die Welt berichtet über die Ergebnisse des IWF und liefert zudem eindrucksvolle Fakten zu den Auswirkungen der klimaschädlichen Förderung. Allein in China bezahlten eine Million Menschen den Ausbau der Kohle und die dadurch entstandene Luftverschmutzung mit ihrem Leben, schreibt Die Welt und bezieht sich dabei auf eine Studie der Weltgesundheitsorganisation. Zu den größten Subventionsgebern für fossile Energieträger gehörten neben den Industrienationen China, USA, Russland, Indien und der Europäischen Union auch viele Schwellenländer. Der Autor sucht in seinem Artikel vergeblich nach den "sozialen Motiven", mit denen die Förder-Staaten ihre Preismanipulation rechtfertigen. Weiterhin thematisiert er, welche positiven Effekte mit dem Ausstieg aus der Förderpolitik verbunden wären. Neben dem IWF setze sich auch die Internationale Energie Agentur (IEA) in Paris für einen Subventions-Stopp ein und berichte von deutlichen Parallelen zwischen Förderungs- und Emissionsanstieg. Würden weiterhin die konventionellen Energieträger mit bis zu 110 Dollar pro Tonne CO2-Ausstoß gefördert, sehe die IEA das Ziel, die Klimaerwärmung auf 2 Grad zu begrenzen, als stark gefährdet.

Neben der Tageszeitung Die Welt widmet sich auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung dem Thema und durchleuchtet die Förderung der „schmutzigen Energien“. Inhaltlich kompakter läuft der Bericht alle Fakten der IWF Studie ab und stellt ebenfalls die weltweite Förderpolitik für Öl, Kohle und Gas an den Pranger.

Dieser Artikel wurde im Renews, dem Newsletter der Agentur für Erneuerbare Energien, veröffentlicht.

Bildnachweis: Teaserfoto zu IWF-Studie © Dean Hochman/flickr.com

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