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kurzschlussteaser_250Endlich! Die EEG-Novelle 2014 macht es möglich: Nun sehen – nach Energiebürgern, Landwirten und dem Mittelstand – auch andere Akteure des Energiemarktes Chancen in der Umstellung der Energieerzeugung auf regenerative Quellen. Aus einem Bericht des Handelsblattes im September 2014 geht hervor, dass nun auch die Stadtwerke an dem Markt interessiert seien. Besonders jene Versorger, die in den vergangenen Zeiten – ohne Ausbaudeckel, Ausschreibungsmodellen und verpflichtender Direktvermarktung – noch wenig Begeisterung für die Energiewende hatten, wollen nun den Einstieg wagen.

Dabei geht es allerdings nicht unbedingt um die Energieerzeugung. Laut Handelsblatt-Bericht ist zum Beispiel für den Stadtwerke-Verbund Trianel die Betreuung jener dezentralen Stromerzeuger interessant, die durch die Novelle verpflichtet sind, den Großteil des produzierten Stroms künftig am Markt zu verkaufen. „Die Novelle mit der Pflicht zur Direktvermarktung vergrößert den schon bestehenden Markt“, erklärt VKU-Chef Hans-Joachim Reck den Zusammenhang. „In diesem Bereich kann man auch verdienen.“

Der Club der Akteure wird sich in Zukunft also vergrößern, ohne dass damit direkt die Erzeugungskapazität zunimmt? Ein Schelm, wer denkt, dass dieses Geschäftsidee nicht schon geboren war, als Bundesrat und Bundestag noch mit den involvierten Stakeholdern über die EEG-Novelle debattierten. Und sicherlich kein übertriebener Skeptiker, wer sich fragt, wie dadurch die Gesamtkosten für die Energiewende gebremst werden sollen.