EU-Winterpaket ist Klimaschützern zu wenig ambitioniert

Die EU-Kommission hat Ende November 2016 ihr sogenanntes „Winterpaket“ für die Energiepolitik veröffentlicht. Das 1.000 Seiten starke Dokument enthält Vorschläge für vier neue Richtlinien und vier Verordnungen, die dazu beitragen sollen, Energie zu sparen, das Klima zu schützen und zugleich die Wirtschaft anzukurbeln. Die EU-Kommission präsentiert Vorschläge, die Energieeffizienz zu verbessern, einen europäischen Strommarkt zu entwickeln und die Vorrangspeicherung für Ökostrom abzuschaffen. Die EU-Kommission bleibt bei ihrem bisherigen Ziel, bis 2030 einen Anteil Erneuerbarer Energien von 27 Prozent erreichen zu wollen. Der Pariser Klimaschutzgipfel 2015 hat also nicht dazu geführt, hier ambitioniertere Ziele anzustreben. Das Energieeffizienzziels soll von 27 auf 30 Prozent steigen.

Ein Artikel in Spiegel Online beschreibt wichtige Inhalte des „Winterpakets“ und fasst es wie folgt zusammen: „Vor allem die Energieeffizienz soll steigen, zugleich erhofft sich die Brüsseler Behörden Investitionen in dreistelliger Milliardenhöhe und die Schaffung Hunderttausender neuer Jobs. Doch manche Kritiker halten die Pläne für zu wenig ambitioniert in Sachen Klimaschutz, anderen wiederum sind die Vorhaben zu marktfeindlich.“

Auch ein Artikel der Tageszeitung Der Tagesspiegel beschreibt wichtige Vorschläge der EU-Kommission. Zitate von verschiedenen Experten von z.B. der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff) und der Naturschutzorganisation WWF helfen dem Leser, die Vorschläge einzuordnen. Ein Beitrag auf www.klimaretter.info zitiert außerdem noch mehrere politische Vertreter auf EU- und Bundesebene.

Dieser Artikel wurde im Renews, dem Newsletter der Agentur für Erneuerbare Energien, veröffentlicht.