Klimaschutzbeitrag durch Biokraftstoffe steigt auf 9,7 Mio. t CO2-Äquvivalent

Berlin, 18. November 2020 - Nachhaltig zertifizierte Biokraftstoffe reduzierten im Berichtsjahr 2019 die Treibhausgas(THG)-Emissionen um 9,7 Mio. t CO2-Äquivalent (Vorjahr 9,5 Mio. t). Der Beitrag zur Reduktion der THG-Emissionen im Verkehr konnte somit erneut gesteigert werden.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) weist nach der Vorlage des Berichtes der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) auf den erneut großen und fundamentalen Beitrag der Biokraftstoffe zum Klimaschutz im Verkehr hin. Der Verband erwartet für das laufende Berichtsjahr 2020 eine deutliche Überschreitung dieses Beitrages, weil die THG-Minderungsverpflichtung gegenüber 2019 um 2 % auf 6 % gestiegen ist. Der Bericht zeigt vorbildlich die umfassenden Anforderungen an den Nachweis der Nachhaltigkeit in Verbindung mit der erforderlichen Transparenz der Rohstoffe und ihre geographischen Herkunft. Der Bericht unterstreiche den heute mit Biokraftstoffen möglichen und zunehmenden Beitrag zum Klimaschutz im Verkehr. Angesicht des Klimawandels werden alle Erfüllungsoptionen benötigt – wie auch die E-Mobilität, wenn sie mit erneuerbarem Strom betrieben wird – betont der Verband.

Die UFOP weist darauf hin, dass es sich bei dem auf gesetzlicher Grundlage zertifizierten Gesamtbeitrag zur THG-Minderung um einen physisch wirksamen Beitrag handelt. Dieser kann auf die Reduktionsverpflichtung des ambitionierten Klimaschutzgesetzes angerechnet werden. Grundlage hierfür ist die inzwischen auch international vorbildliche THG-Quotenregelung. Die UFOP betont dies mit Nachdruck, weil die aktuell diskutierten Entwürfe des Bundesumweltministeriums zur Weiterentwicklung der THG-Minderungsverpflichtung bis 2030 vorsehen, diese Minderungsvorgabe mittels Mehrfachanrechnungen zu erfüllen. Damit werde diese enge Verknüpfung aushebelt. Ein wichtiges Instrument ist der THG-Quotenhandel. Auf diesem Markt wurden auf den Klimaschutz anrechenbare Reduktionsäquivalente gehandelt, keine fiktiven Buchungen durch Mehrfachanrechnung, wie in den Gesetzentwürfen des BMU vorgesehen.

Die Förderunion befürchtet, dass mit den Vorschlägen des BMU das bisher wirksame Wettbewerbselement einer möglichst kosten- und treibhausgaseffizienten Reduktion der THG-Emissionen mit den am Markt eingeführten Biokraftstoffen ausgehebelt wird. Dies laufe dem Klimaschutzziel entgegen. Deshalb bedürfe es einer sachgerechten schrittweisen Erhöhung der THG-Quoten, die einen fairen Wettbewerb ermöglichten, um das verfügbare nachhaltige Potenzial auszuschöpfen.

Pressekontakt
Stephan Arens
Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.
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