Terminkurse bei Raps und Sojabohnen trotzen Corona-Krise

ufop_logo_400x300Berlin, 3. August 2020 Die Beschränkungen im Zuge der Corona-Krise erzeugten zwar im ersten Quartal des Kalenderjahres 2020 Druck auf die Raps- und Sojabohnenkurse. Diese haben sich seitdem aber wieder befestigt.

Seit Beginn des Wirtschaftsjahres 2019/20 haben sich sowohl die Rapskurse in Paris als auch die Sojabohnennotierungen in Chicago allmählich befestigt. Raps erreichte im Januar 2020 mit 421 EUR/t den höchsten Stand seit März 2017. Dann aber büßten insbesondere die Rapskurse innerhalb von drei Monaten etwa 20 % an Wert ein. Die Sojabohnennotierungen gaben im gleichen Zeitraum um 13 % nach. Nach Einschätzung der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) war die Corona-Krise der Auslöser dafür. Aufgrund der umfangreichen Kontaktbeschränkungen und Einschränkungen im Reiseverkehr brachen die Palmöl- und die Rohölkurse ein und zogen Rapsöl mit nach unten. Infolge der Corona-Krise sank der Verbrauch an fossilem Diesel in vielen Ländern Europas zum Teil deutlich. Der Verbrauch von Biodiesel und HVO entwickelte sich in Deutschland jedoch gegenläufig. Grund für die Mehrnachfrage ist die von 4,5 auf 6% angehobene Treibhausgas-Einsparungsquote.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) weist darauf hin, dass diese Minderungsverpflichtung nicht nur in Deutschland, sondern auch in allen anderen EU-Mitgliedsstaaten gilt. Gesetzliche Grundlage für die Treibhausgas-Reduktionsvorgabe ist die europäische Kraftstoffqualitätsrichtlinie (FQD). Die UFOP appelliert daher an die politisch Verantwortlichen, diese Regelung nicht nur auf nationaler, sondern auch auf europäischer-Ebene fortzusetzen. Eine schrittweise steigende THG-Quote stabilisiere die Rapsölnachfrage und damit die Preise für Rapserzeuger in der gesamten EU. Sie unterstütze damit die Wertschöpfung in den ländlichen Räumen.

Die UFOP hebt außerdem hervor, dass sich die THG-Quote in Verbindung mit einer spürbaren Strafzahlung grundsätzlich bewährt habe als Instrument zur Steigerung des Effizienzwettbewerbs sowie zur Verbreiterung der Rohstoffgrundlage und der Verfahrenstechnologien in der Biokraftstoff- und der Mineralölindustrie.

Bereits Mitte März 2020 haben sich insbesondere die Rapskurse aufgrund der wieder einsetzenden Nachfrage befestigt und sind seither um 13 %gestiegen. Zudem gab die Aussicht auf eine kleine Rapsernte in der EU 2020 Kursauftrieb. Die Notierungen für Sojabohnen legten im gleichen Zeitraum um 9 % zu, führt die UFOP zur Preisentwicklung aus.

Pressekontakt
Stephan Arens
Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.
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