Kurzschluss: Licht im Schacht - auch noch 2025?

kurzschlussteaser_250Die schwarz-rote Regierung will mit der Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) erreichen, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Zukunft kontrolliert – also gebremst abläuft. Gemäß dem EEG-Eckpunktepapier, welches das Kabinett der Großen Koalition jüngst in Meseberg beschlossen hat, soll der Ökostrom-Anteil bis 2025 auf bis zu 45 Prozent steigen. Die restlichen 55 Prozent bleiben also den fossilen Ressourcen, Kohle und Gas, vorbehalten. Damit würde sich das ursprünglich für den Ausbau von Energie aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Umweltwärme eingeführte EEG nach der geplanten Novelle zu einem Politikinstrument wandeln, das zum Erhalt der Kohleindustrie beiträgt. Dann ist der Schichtbetrieb im Kohleschacht quasi staatlich abgesichert. Denjenigen, auf die sich diese Industrieförderung bezieht, ist schon längst ein Licht aufgegangen: Der Energiekonzern RWE beispielsweise hat bereits massive Kürzungen bei der Ökostrom-Tochter Innogy angekündigt. Die vormals verlautbarten Ambitionen, den Anteil der Erneuerbaren Energien an der eigenen Stromerzeugung von derzeit fünf Prozent zügig steigern zu wollen, sind in der Konzernstrategie in den Hintergrund geraten. Ganz verständlich, wenn doch die eigenen Zahlen so gut zu den Plänen der Regierung passen: Der Anteil der Kohleverstromung an der RWE-Erzeugung liegt bei knapp 55 Prozent.

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