McKinsey sieht zentrale Ziele der Energiewende weiterhin unerreichbar

wind_pvVor vier Jahren hat die Unternehmensberatung McKinsey den sogenannten Energiewende-Index aufgestellt, um mithilfe von 15 ausgewählten Indikatoren zu messen, wie der Status der Energiewende in Deutschland sei. Alle sechs Monate veröffentlicht das Beratungsunternehmen nun seinen Überblick. Innerhalb der Dimensionen Klima- und Umweltschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit analysiert es jeweils fünf relevante Indikatoren und bewertet, wie sie vorgegebene Zielvorgaben erreichen. Dafür übernimmt der Index, falls vorhanden, aktuelle Ziele der Bundesregierung. Das Unternehmen bewertet eine Entwicklung demnach dann als positiv, wenn das politisch vorgegebene Ziel erreicht wird – ohne aber das politische Ziel an sich zu bewerten.

Im März 2016 bescheinigt das Beratungsunternehmen der Bundesregierung, das sie viele ihrer selbst gesteckten Etappenziele der Energiewende wohl verfehlen werde. Die Zielerreichungen von sieben Indikatoren gelten dem Beratungsunternehmen inzwischen als unrealistisch. Ein Beitrag in der Tageszeitung Die Welt fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass von einem Scheitern der Energiewende selbst aber noch nicht gesprochen werden könnte. Denn über die Erreichbarkeit der langfristigen Ziele sagten die Index-Werte als „Momentaufnahmen“ nur wenig aus.

Dieser Artikel wurde im Renews, dem Newsletter der Agentur für Erneuerbare Energien, veröffentlicht.