Klimagipfel in Lima verweigert den großen Wurf

logo_cop20_500Der Klimagipfel 2015 in Paris soll ein neues Abkommen für den internationalen Klimaschutz bringen. Entsprechend gestaltete sich der diesjährige Klimagipfel in Lima zäh und für viele Kritiker enttäuschend. Zwar wurden Passagen des Vertragstextes erarbeitet, der Grundlage für die Verhandlungen in Paris sein soll. Doch der große Wurf blieb aus. Es gab noch finanzielle Zusagen für den Grünen Klimafonds – Deutschland hatte bereits im Sommer rund eine Milliarde Dollar zugesagt. Außerdem wurden Anforderungen an die Klimaziele formuliert, zu denen sich die Staaten in der ersten Jahreshälfte 2015 selbst verpflichten sollen.

Nach Einschätzung der NGO Germanwatch waren die meisten Regierungen allerdings nicht bereit, ihre Trümpfe auf den Tisch zu legen. Stattdessen seien sie in altbekannten Verhandlungspositionen verharrt. Immer noch sind wichtige Fragen ungelöst. Die Gräben zwischen Industrie- und Schwellen- sowie Entwicklungsländer sind nach wie vor groß. Dementsprechend listet der Abschlusstext eine Vielzahl von Optionen und Unteroptionen auf, die in den nächsten Monaten – und wahrscheinlich auch noch auf dem Pariser Klimagipfel im kommenden Jahr – weiter verhandelt werden müssen. Es gibt also noch jede Menge zu tun – und immer weniger Zeit zur Vorbereitung.

Dieser Artikel wurde im Renews, dem Newsletter der Agentur für Erneuerbare Energien, veröffentlicht.