Mit Erneuerbaren die EnEV 2016 kosteneffizient erfüllen

Ab Januar 2016 gelten neue Mindestverordnungen für Neubauten im Rahmen der Energieeinsparverordnung. Um 25 Prozent reduziert sich der erlaubte Primärenergiebedarf der Gebäude gegenüber dem noch im Jahr 2015 geltenden Wert. Konkret heißt das: Ein Haus, dessen Bauantrag 2016 gestellt wird, muss 25 Prozent weniger Primärenergie verbrauchen als ein Haus, das nach den 2015 gültigen Mindestwerten gebaut wird. Beim Bau ab 2016 müssen Dämmung und Heizungsanlage entsprechend ausgelegt werden.

Der Jahresprimärenergiebedarf berücksichtigt nicht nur den reinen Brennstoff- bzw. Strombedarf, sondern auch den Energieaufwand für Erzeugung, Umwandlung und Transport der für die Beheizung eingesetzten Energieträger. Für jedes Gebäude wird bei der Planung ein Höchstwert des Jahresprimärenergiebedarfs ermittelt, der nicht überschritten werden darf. Während sich die höheren energetischen Standards mithilfe von Erneuerbaren Energien klimaneutral und kosteneffizient einhalten lassen, erfüllt Brennwertthermen diese Anforderungen nicht mehr. Zusätzlich sind entweder eine extreme Dämmung oder die Installation von Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung und einer solaren Heizungsunterstützung notwendig.

Der Bundesverband Erneuerbare Energie hat eine Informationsbroschüre veröffentlicht, die am Beispiel eines klassischen freistehenden Einfamilienhauses aufzeigt, mit welchen Heizungssystemen Bauherren die neuen Standards erfüllen können. Demnach können Bauherren nicht mehr ohne Erneuerbare Energien auskommen, wenn sie die Anforderungen der EnEV 2016 klimaneutral und kosteneffizient einhalten möchten.