naturstrom AG fordert schnelle Umsetzung auf Länderebene

Die naturstrom AG begrüßt das heute im Bundestag verabschiedete „Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze“ und fordert nun eine schnelle Umsetzung auf Landes- und kommunaler Ebene. Nach Einschätzung des Öko-Energieversorgers schafft das Wärmeplanungsgesetz gemeinsam mit dem ebenfalls ab dem Jahreswechsel geltenden Gebäudeenergiegesetz trotz einiger Verwässerungen eine brauchbare Grundlage für die klimafreundliche Transformation der Wärmeversorgung.

„Ab 2024 wird endlich Ernst gemacht bei der Wärmewende. Mit dem Wärmeplanungs- und dem Gebäudeenergiegesetz leitet die Bundesregierung – trotz ärgerlicher Abschwächungen – die längst überfällige Abkehr von klimaschädlichen, fossilen Brennstoffen ein“, kommentiert Dr. Sarah Debor, Geschäftsfeldleiterin Urbanes Wohnen und Gewerbe bei naturstrom. Zentral sei nun, dass die Kommunen möglichst schnell ihre Wärmeplanung abschließen, nur so würden Klarheit und Planungssicherheit für die Verbraucher:innen und Versorger geschaffen.

Ab dem 1. Januar 2024 setzt das heute verabschiedete Wärmeplanungsgesetz zusammen mit dem bereits im September beschlossenen Gebäudeenergiegesetz neue Rahmenbedingungen für die Wärmeversorgung. Das sich aus den Klimaschutzverpflichtungen ergebende Ziel der Dekarbonisierung des Wärmesektors bis 2045 hat damit eine Grundlage erhalten: Kommunen mit bis zu 100.000 Einwohner:innen müssen für ihr Gemeindegebiet bis zum 30. Juni 2028 eine Wärmeplanung durchführen, Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohner:innen bis zum 30. Juni 2026. Für kleine Kommunen mit bis zu 10.000 Einwohner:innen können die Bundesländer vereinfachte Verfahren der Wärmeplanung einführen.

Außerdem werden Ziele für den schrittweisen Anstieg von Erneuerbaren Energien beim Heizen vorgegeben. Bestehende Wärmenetze müssen demnach bis 2030 einen Erneuerbaren-Anteil von 30 Prozent erreichen, 2040 muss dieser 80 Prozent betragen und 2045 dann 100 Prozent. Für neu in Betrieb genommene Wärmenetze gilt ein Mindestanteil von 65 Prozent regenerativer Wärme.

Umsetzungsmöglichkeiten sind vielfältig und etabliert, wie Debor erläutert: „Als Energiepartner in ganz unterschiedlichen Immobilienprojekten setzen wir schon lange auf Wärme aus Erneuerbaren Energien, zunehmend direkt aus Ökostrom erzeugt. Gerade im Neubau können durch die Sektorenkopplung von Wärme, Strom und Mobilität besonders effiziente und netzdienliche Lösungen umgesetzt werden, und das komplett brennstofffrei.“

Auch für Bestandsgebäude und im ländlichen Raum bieten regenerativ gespeiste Wärmenetze eine gute Klimaneutralitätsoption, wie Ulrich Weidner, Geschäftsfeldleiter für kommunale Wärmeprojekte und technische Betriebsführung bei naturstrom, ergänzt: „Gemeinsam mit den Kommunen und Bürger:innen vor Ort sichern wir bereits heute mit Wärmenetzen und der lokalen Nutzung regenerativer Energiequellen eine langfristig klimaschonende Wärmeversorgung. Auch im ländlichen Raum wird dabei die Nutzung von vor Ort produziertem Ökostrom, der in überlasteten Verteilnetzen nicht mehr abtransportiert werden kann, immer interessanter. So treiben wir flächendeckend die Energiewende voran.“ Hierfür nimmt naturstrom Power-to-Heat-Lösungen mittels Wärmepumpen oder maximal flexiblen Heizstäben in den Blick.

Aus Sicht von naturstrom kommt es jetzt darauf an, dass die Kommunen unmittelbar mit der Erstellung der Wärmepläne beginnen, um ihren Einwohner:innen möglichst schnell Planungssicherheit zu verschaffen und die Wärmewende nicht noch weiter hinauszuzögern. Die finanzielle Unterstützung der Kommunen bei der Wärmeplanung muss dabei unbürokratisch von Bund und Ländern sichergestellt werden. Da Wärmeprojekte oft komplex sind und mit mehreren Jahren Vorlaufzeit geplant werden müssen, ist eine hohe Priorität bei den Kommunen für die Wärmeplanung wichtig, um anschließend zügig in die Umsetzung zu kommen.

Die naturstrom AG wurde 1998 in Düsseldorf gegründet und versorgt mehr als 300.000 Haushalte, Unternehmen und Institutionen mit naturstrom, naturstrom ökogas und nachhaltiger Wärme. Damit ist naturstrom der größte unabhängige Ökostromanbieter in Deutschland. Das Unternehmen setzt auf den konsequenten Ausbau dezentraler Erneuerbarer Energien. Rund 350 Öko-Kraftwerke sind durch Mitwirkung von naturstrom bislang ans Netz gegangen. Zudem realisiert naturstrom verbrauchsnahe, sektorenübergreifende Versorgungslösungen: von der ökologischen Nahwärmebelieferung in ländlichen Kommunen über Mieterstrom bis hin zu Strom-, Wärme- und E-Mobilitätsangeboten für Betriebe oder Quartiere. 500 Beschäftigte bringen an 13 Standorten die Energiewende voran. Für ihre Vorreiterrolle wurde die naturstrom AG vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Europäischen Solarpreis. Spannende Geschichten rund um 25 Jahre naturstrom finden Sie auf 25-Jahre.naturstrom.de.

 

Druckfähiges Bildmaterial finden Sie in unserem Pressebereich. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Kontakt:

Dr. Tim Loppe

Pressesprecher / Leiter Medien & Politik

 

e. Tim.Loppe@naturstrom.de | t. +49 211 77900-363

naturstrom AG | Parsevalstraße 11 | 40468 Düsseldorf

www.naturstrom.de