Größere EU-Ernte von Sonnenblumenkernen

Berlin, 06. Dezember 2023 – In der EU-27 wurde im Jahr 2023 eine deutlich größere Ernte an Sonnenblumenkernen eingefahren als im Vorjahr. Auch der langjährige Durchschnitt wurde übertroffen.

Im Jahr 2023 wurden in der EU nach Einschätzungen der EU-Kommission knapp 10 Mio. t Sonnenblumenkerne erzeugt und damit gut 7 % mehr als 2022. Das Rekordergebnis von 10,4 Mio. t aus dem Jahr 2017 wird damit dennoch deutlich verfehlt. Zwar wurde die Anbaufläche mit 4,8 Mio. ha um rund 2,7 % reduziert, doch die Erträge fielen mit 20,7 dt/ha fast 10 % höher aus als 2022. Nachdem Trockenheit und Hitze das Ertragspotenzial im Vorjahr noch erheblich limitierten, begünstigten regional milde Temperaturen und Niederschläge die Feldbestandsentwicklung.. Wichtigste Anbauregion für Sonnenblumen in der EU-27 bleibt mit deutlichem Vorsprung Rumänien, das mit 1,2 Mio. ha einen neuen Anbaurekord vermelden konnte. Jedoch blieben die Erträge rund 12 % hinter dem Vorjahresergebnis zurück, so dass die rumänische Ernte trotz der deutlichen Flächenausweitung mit 2,1 Mio. t marginal kleiner ausfiel als noch 2022.

In Deutschland ist der Anbau 2023 gegenüber dem Vorjahr etwas zurückgegangen, liegt aber deutlich über dem Niveau vor Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) sieht im Sonnenblumenanbau eine regionale Anbaualternative zur Erweiterung von Fruchtfolgen und zur Risikominimierung. Die UFOP empfiehlt daher, die Sonnenblume auch bei der Anbauplanung zur Aussaat 2024 zu berücksichtigen. Welches Ertragspotenzial, auch beim Ölgehalt, konventionelle und HO Sorten aufweisen, bestätigen die jährlich von der UFOP geförderten und mit den zuständigen regionalen Dienststellen durchgeführten Sortenversuche. Die aktuellen Ergebnisse stehen auf der UFOP-Homepage zum Download bereit.

Pressekontakt
Stephan Arens
Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.
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