Deutschland

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist ein wesentlicher Bestandteil der Klima- und Energiepolitik der Bundesregierung. In dem nach den Eindrücken der Katastrophe von Fukushima überarbeiteten Energiekonzept  vom Juni 2011 sind Ziele für die Bereiche Strom, Wärme und Kraftstoffe festgelegt.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz fördert seit dem Jahr 2000 die Stromproduktion aus regenerativen Energiequellen. Es bildet die Grundlage für eine dynamische und innovative Branche, mehr als 371.000 neue Arbeitsplätze und große Exporterfolge. Wind- und Sonnenenergie, Biomasse und Wasserkraft decken heute mehr als 25 Prozent des deutschen Strombedarfs. Sie haben vorzeitig die politische Zielmarke von 12,5 Prozent, die für das Jahr 2010 vorgesehen war, deutlich übertroffen. Bis 2020 will die Bundesregierung den Anteil auf mindestens 35 Prozent steigern. Die Branche der Erneuerbaren Energien geht sogar von 47 Prozent Anteil am Strombedarf aus, Effizienzsteigerungen und entschlossenes politisches Vorgehen vorausgesetzt.

Wärme aus Erneuerbaren Energien wird zur Zeit mit dem Marktanreizprogramm gefördert. Es bietet Investitionszuschüsse für Holzpellet-, Holzhackschnitzelheizungen, Solarthermie und Wärmepumpen. Erneuerbare Energien kommen derzeit für ca. 9 Prozent des deutschen Wärmebedarfs auf. Das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz soll die Potenziale noch besser erschließen und den Wärmeanteil bis 2020 auf 14 Prozent steigern. Die Erneuerbare-Energien-Branche strebt einen Anteil von 25 Prozent an.

Im Verkehrssektor leisten die Erneuerbaren Energien einen Beitrag von 5,3 Prozent. Der Anteil der Biokraftstoffe soll nach dem Willen der Bundesregierung bis 2020 auf etwa 12 Prozent ausgebaut und stärker auf die Minderung von Treibhausgasemissionen ausgerichtet werden.

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