Speicher

Speichertechnologien sind für die Erneuerbaren Energien von großer Bedeutung. Die Erneuerbaren Energien haben durch das Bewusstsein um den fortschreitenden Klimawandel, durch den Atomausstieg und durch die Steigerung der eigenen Wirtschaftlichkeit in Deutschland ihr Nischendasein verlassen und weisen hohe Wachstumsraten auf. Mit dem steigenden Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromproduktion in Deutschland gewinnt das Lastmanagement an Bedeutung. Die Stromproduktion und Stromnachfrage schwanken im Zeitverlauf. Bei starkem Wind und geringer Stromnachfrage ist es wichtig, dass überschüssiger Strom gespeichert werden kann, um dann, wenn die Nachfrage die Produktion übersteigt, auf gefüllte Speicher zurückgreifen zu können. Für die Zuverlässigkeit der Stromversorgung durch Erneuerbare Energien spielt neben verschiedenen Speichertechnologien wie Pumpspeichern, Druckluftspeichern oder Batterien auch das geschickte Leistungsmanagement eine große Rolle.

Mit technisch ausgereiften und ökonomisch sinnvollen Speichertechnologien sowie einem gut geplanten Leistungsmanagement steht dem weiteren Ausbau des Anteils der Erneuerbaren Energien an der Stromproduktion nichts mehr im Wege.

Mehr als 60.000 Solarstromspeicher waren Mitte 2017 in Betrieb. Zugleich haben sich die Preise für diesen Speicher innerhalb von vier Jahren etwa halbiert. Die Verzahnung vieler kleiner Speicher kann einem großen Beitrag zur Netzstabilisierung leisten.

Technologien für Langfristspeicher wie die Umwandlung von Strom zu Wasserstoff oder Methan sind bundesweit in Versuchs- und Pilotanlagen im Einsatz und werden mit wachsenden Strommengen aus Erneuerbaren Energien immer attraktiver.

Wie viel Erneuerbaren-Ehrgeiz in Europa?

Die EU-Mitgliedstaaten haben sich darauf verständigt, den Ausbau von Erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben. Doch der Beschluss der Energieminister zum Erneuerbaren-Ausbau deckt sich nicht mit den Vorstellungen von Parlamentariern und Branche. Sie wollen ehrgeizigere Ziele. Weiterlesen »