Umsätze und Investitionen in Wasserkraftanlagen in Deutschland

Die Grafiken zeigen Zahlen und Prognosen zu Investitionen und Umsätze von Wasserkraftanlagen in Deutschland.

Die Daten dieser Infografiken beruhen auf den Ergebnissen der Studie „Investitionen in die Herstellung und Errichtung von Erneuerbare-Energien-Anlagen in Deutschland“, die im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien von EuPD, DICT und dem Wuppertal-Institut erstellt und im Dezember 2011 veröffentlicht wurde.

Umsätze von Wasserkraftanlagen

Je mehr Wasserkraftanlagen zur Stromerzeugung in Deutschland errichtet werden, desto höher fallen die Umsätze und Investitionen aus. Die Umsätze (bis zu 1,3 Mrd. Euro im Jahr 2020) umfassen nur die heimischen Umsätze deutscher Anlagenhersteller in Deutschland sowie deren Exportumsätze. Der Exportanteil liegt bis 2030 konstant bei knapp der Hälfte der Gesamtumsätze.

Investitionen in Wasserkraftanlagen

Dagegen umfasst die Summe der Investitionen (bis zu 755 Mio. Euro im Jahr 2020) alle Investitionen in Wasserkraftanlagen und deren industrielle Produktionskapazitäten in Deutschland. Auch importierte Anlagen, die in Deutschland errichtet werden, sind in dieser Summe berücksichtigt. Bei stetig steigendem Zubau von Wasserkraftanlagen müssen in Deutschland auch zusätzliche bzw. neue industrielle Produktionskapazitäten für die Herstellung der Wasserkraftanlagen errichtet werden. Außerdem müssen alte Anlagen, die an das Ende ihrer Betriebszeit gekommen sind, ersetzt werden.

Wie hoch die Umsätze und Investitionen in Wasserkraftanlagen insgesamt ausfallen, hängt daher zunächst davon ab, wie viele Anlagen bis 2030 in Deutschland selbst hinzugebaut werden. Die Bandbreiten zukünftiger Umsätze und Investitionen in Wasserkraftanlagen in Deutschland ergeben sich aus den unterschiedlichen Annahmen einer verhaltenen Abschätzung des zukünftigen Zubaus einerseits und einer optimistischen Abschätzung des zukünftigen Zubaus andererseits:

Grundlage für die verhaltene Abschätzung des zukünftigen Zubaus sind die Mindestausbauziele für Erneuerbare Energien der Bundesregierung (Quelle: EWI/Prognose: Energiekonzept 2010). Das Minimum in den Infografiken bezieht sich auf diese Quelle. Grundlage für die optimistische Abschätzung des zukünftigen Zubaus und damit das Maximum in den Infografiken sind die Ausbauziele der Erneuerbare-Energien-Branche (Quelle: BEE: Branchenprognose 2011). Angenommen wurde ferner ein weltweiter Ausbau von Erneuerbare-Energien-Anlagen im Rahmen des Szenarios Energy(r)evolution (DLR 2010). Die Weltmarktanteile deutscher Anlagenhersteller im Jahr 2010 bleiben in Zukunft zumindest erhalten, d.h. mit wachsendem Zubau von Anlagen weltweit steigen auch Umsätze deutscher Hersteller und die Notwendigkeit von Investitionen in industrielle Produktionskapazitäten für den Export von deutschen Wasserkraftanlagen. Je stärker der Heimatmarkt jedoch in der optimistischen Abschätzung wächst, desto mehr positive Impulse werden auch für den Zuwachs der Weltmarktanteile deutscher Hersteller bewirkt.

Die Tortengrafiken zeigen den prozentualen Anteil der Investitionen in industrielle Produktionskapazitäten und den Anteil der Investitionen in Wasserkraftanlagen. Die Bandbreite in Prozent bezieht sich ebenfalls auf die Differenz zwischen verhaltener bzw. optimistischer Abschätzung mit unterschiedlichen Annahmen zu Investitionen in Wasserkraftanlagen in Deutschland.

Während sich unter der Annahme der verhaltenen Ausbauziele der Bundesregierung auf längere Sicht nach 2015 eine Stagnation der Gesamtinvestitionen in Wasserkraftanlagen ergeben würde, steigen die Investitionen unter den Annahmen der Branchenprognose bis 2020 stark an und sind erst danach rückläufig.

Im Jahr 2010 wurden in Deutschland insgesamt 265 Mio. Euro in den Ausbau von Wasserkraftanlagen investiert. Davon wurden 6 Prozent der Investitionen im Bereich industrielle Produktionskapazitäten von Wasserkraftanlagen getätigt. Sowohl die Ausbauziele der Bundesregierung als auch der Erneuerbare-Energien-Branche prognostizieren bis zum Jahr 2030, dass der Anteil der Investitionen in industrielle Produktionskapazitäten von Wasserkraftanlagen in Deutschland steigt. Unter den Annahmen der verhaltenen Abschätzung der Bundesregierung würde ein maximaler Anteil der Investitionen in industrielle Produktionskapazitäten mit 26 Prozent im Jahr 2030 erreicht. Die optimistische Abschätzung der Erneuerbare-Energien-Branche für dieses Jahr hätte etwas geringere Anteile der Investitionen in Produktionskapazitäten zur Folge und sagt einen maximalen Anteil der Investitionen in industrielle Produktionskapazitäten mit 23 Prozent voraus.

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