Gewinner des Journalistenpreises "deutschland hat unendlich viel energie" 2016 ausgezeichnet

Berlin, 31. Oktober 2016 – In Berlin werden heute zum elften Mal die besten Medienbeiträge über Erneuerbare Energien prämiert. Es werden Auszeichnungen in den Kategorien Multimedia, Fernsehen, Print/Online und Hörfunk verliehen. Darüber hinaus wird Kategorien übergreifend die beste Berichterstattung über „Erneuerbare Energien vor Ort“ ausgezeichnet. Der Journalistenpreis „deutschland hat unendlich viel energie“ wird von der Agentur für Erneuerbare Energien ausgelobt und honoriert Medienbeiträge, die sich mit der wichtigen Aufgabe befassen, die Öffentlichkeit über die Rolle und Bedeutung der Erneuerbaren Energien aufzuklären. Der Jury gehören Fachjournalisten unterschiedlicher überregionaler Medien an.

Die ausgezeichneten Journalisten und Beiträge im Einzelnen:

KATEGORIE ÜBERGREIFEND: ERNEUERBARE ENERGIEN VOR ORT

Der Gewinner für die beste Berichterstattung über lokale Beispiele der Energiewende ist der Journalist Richard Fuchs. Prämiert wird er für seinen im Februar 2016 im SWR2 ausgestrahlten Hörfunkbeitrag „Nach dem Solarboom: Bitterfeld wird Energielabor“. Sein Beitrag erforscht laut Jury „auf gut erzählte Weise“ die Region um Bitterfeld, die nicht nur durch den Niedergang der DDR-Chemieindustrie, sondern auch durch Auf- und Abschwung der deutschen Solarmodulproduktion geprägt ist. Die Jury hebt hervor, dass sich der Beitrag nicht nur mit Großtechnologie befasst, sondern auch mit einer neuen Energiewelt, die aus vielen einzelnen, teilweise lokalen Facetten besteht.

KATEGORIE: MULTIMEDIA

Der Beitrag „Ackerbunt“ von Elisabeth Weydt, Jakob Fuhr und Christine Anas wird in der Kategorie „Multimedia“ ausgezeichnet. Die Scrolldoku ist ein Portrait zweier peruanischer Frauen, die im Andenhochland Gemüse anbauen und mit landwirtschaftlichen Traditionen der klimawandelbedingten Dürre trotzen. Die Jury ist beeindruckt davon, dass es den Preisträgern mit Text, Bild und Ton gelingt, nicht nur die Geschichte der Protagonistinnen und ihrer Idee zu erzählen, sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung der Region fernab der in Industrienationen gewohnten Allgegenwart von Erdöl, Erdgas und Strom spannend darzustellen.

KATEGORIE: FERNSEHEN

Susanne Delonge enthält die Auszeichnung für ihren Beitrag „Die Wärmewende – die Zukunft des Wohnens“, der in der Sendung alpha des Bayerischen Rundfunks im Januar 2016 ausgestrahlt wurde. Ausgehend von der Frage, wie man eigentlich in der Zukunft wohne, thematisiert der Beitrag die Energieversorgung von Gebäuden. Laut Jury nutzt der handwerklich liebevoll gemachte Fernsehbeitrag die Kamera gut aus, trifft eine hervorragende Bildauswahl und setzt so die Stärken des Mediums Fernsehen für dieses relevante Thema sehr gekonnt ein.

KATEGORIE: PRINT-/ONLINEMEDIEN

Die Auszeichnung in der Kategorie „Print-/Onlinemedien“ erhält der Journalist Claus Peter Müller-von der Grün für seinen Text „Die Trasse“, der im Juli 2015 im Politikteil der Frankfurter Allgemeine Zeitung erschien. Der Beitrag thematisiert das Ringen um den Bau von Stromleitungen von Nord- nach Süddeutschland. Die Jury bescheinigt dem Autor eine hervorragende Analyse eines hochrelevanten Themas und hebt hervor, dass der Text sehr fundiert und zugleich anschaulich geschrieben ist.

KATEGORIE: HÖRFUNK

Mit dem Preis für den besten Beitrag in der Kategorie „Hörfunk“ prämiert die Jury Jan-Uwe Stahr für seinen Beitrag „Erdgas – Vom Hoffnungsträger zum Ladenhüter und zurück?“. Dieser wurde im April 2016 im DeutschlandRadio Kultur gesendet. Der Beitrag erklärt nicht nur, wie ein Gasspeicher aufgebaut ist und wie der Gasmarkt funktioniert, sondern auch, mit welchen Problemen Gaskraftwerke seit Jahren am Strommarkt kämpfen und ordnet die Relevanz der Power-to-Gas-Technologie ein. Der Autor beweist laut Jury in diesem Stück seine scharfe Analysefähigkeit sowie sein journalistisches Können, die es dem Hörer erlauben, den Beitrag trotz der Vielschichtigkeit des Themas gut zu verfolgen.

DIE JURY:

Frédéric Dubois, freier Redakteur; Iska Schreglmann und Dirk Vilsmeier, beide Bayerischer Rundfunk; Carsten Rau, pier 53; und Bernhard Pötter, taz.

DIE PREISPATEN:

Die Preisverleihung wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung folgender Unternehmen: enercity, GOLDBECK Solar GmbH, NATURSTROM AG, PNE Wind AG und Zukunft ERDGAS.

Die Agentur für Erneuerbare Energien gratuliert den Gewinnern und dankt der Jury für ihr kompetentes Votum sowie den Preispaten für ihre Unterstützung.

Die ausgezeichneten Beiträge sowie Fotos der Preisverleihung finden Sie ab 1. November 2016 unter: www.unendlich-viel-energie.de/die-agentur/veranstaltungen/journalistenpreis-deutschland-hat-unendlich-viel-energie-2016

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Pressekontakt:

Agentur für Erneuerbare Energien e.V.
Alena Müller
Tel: 030 200535 45
E-Mail: a.mueller@unendlich-viel-energie.de
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