Das Forschungsradar Energiewende

Die Umstellung unserer Energieversorgung auf Erneuerbare Energien ist mit vielfältigen ökonomischen, technischen und politischen Herausforderungen verbunden. Diese spiegeln sich in einer wachsenden Zahl von wissenschaftlichen Studien und Gutachten wider, die sich mit Fragen der Energiewende beschäftigen. Unterschiedlichste Herausgeber und Auftraggeber, darunter staatliche Institutionen, Nichtregierungsorganisationen, Verbände und Unternehmen, sorgen für einen immer größer werdenden Fundus an Information. Auf dem aktuellsten Stand zu bleiben, wird zunehmend zu einer Herausforderung.

Kompakter Überblick im Netz

Screenshot_Forschungsradar_dez16Mit dem Forschungsradar erleichtert die Agentur für Erneuerbare Energien den Zugang zu energiepolitisch relevanten Studien und sorgt für mehr Orientierung im interdisziplinären Forschungsfeld. Zu diesem Zweck hat sie auf dem Online-Portal www.forschungsradar.de verschiedene kostenfreie Angebote aufgebaut:

  • Eine Studiendatenbank sorgt für einen guten Überblick über Veröffentlichungen in den Themenfeldern Energiesysteme, Ökonomie, Politik, Umwelt+Soziales, Bioenergie.
  • Redaktionelle Zusammenfassungen geben einen Einblick in komplexe Studien.
  • Metaanalysen vergleichen die Aussagen verschiedener Studien zu bestimmten Aspekten und erhöhen die Transparenz und Nachvollziehbarkeit unterschiedlicher Ergebnisse.
  • Expertendatenbank und Forschungsatlas erleichtern den Kontakt zu Instituten und Wissenschaftlern und befördern den energiepolitischen Diskurs.

Themen im Forschungsradar

Die Studiendatenbank erfasst und verschlagwortet kontinuierlich neue wissenschaftliche Veröffentlichungen zu systemanalytischen, ökonomischen, politischen, sozialen und ökologischen Fragestellungen der Energiewende. Dabei liegt der Fokus auf Forschungsberichten, Gutachten, Analysen und Diskussionspapieren mit Bezug auf Deutschland.

Der inhaltliche Schwerpunkt hängt von der jeweiligen Projektförderung ab. Von April 2017 bis März 2019 werden daher vorrangig Studien zu den Themen Verknüpfung von Strom- und Wärmesektor, Strom-Verkehr, Strom-Gas sowie Digitalisierung/Netze aufgenommen (gefördert durch das Bundeswirtschaftsministerium). Von 2014 bis 2016 ermöglichte eine Zuwendung des Bundeslandwirtschaftsministeriums die zusätzliche Aufnahme von Bioenergie-Studien. Ansonsten werden technologiespezifische Studien, reine Marktanalysen und Zeitschriftenartikel aus Kapazitätsgründen in der Regel nicht erfasst.

Detailansicht und Metaanalysen

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Das Forschungsradar listet Studien nicht nur auf, sondern fasst einen Teil davon kurz und verständlich zusammen. Die redaktionelle Aufbereitung konzentriert sich dabei auf:

  • Zielsetzung und Fragestellung
  • Zentrale Ergebnisse
  • Wesentliche Annahmen und Thesen
  • Methodik 

Ein besonderer Service sind themenspezifische Studienvergleiche. In Infografiken werden die Annahmen oder Ergebnisse verschiedener Studien zu einem bestimmten Aspekt der Energieversorgung, zum Beispiel zur Entwicklung der fossilen Brennstoffpreise oder der Investitionskosten von Kraftwerken, vergleichend gegenübergestellt. Zugehörige Textdossiers liefern wichtige Erläuterungen für das Verständnis und die Einordnung der analysierten Werte. Dadurch werden unterschiedliche Aussagen verschiedener Studien mit ähnlichen Fragestellungen transparenter und leichter nachvollziehbar.

Forschungsatlas und Expertendatenbank

Screenshot Forschungsatlas

Forschungsinstitute erarbeiten die Grundlagen für das Gelingen der Energiewende. Eine interaktive Deutschlandkarte – der Forschungsatlas – gibt einen Überblick über die vielfältige Wissenschaftslandschaft zu Fragen der Erneuerbaren Energien und der Energiewende. Er zeigt, wo sich Institute, Think-Tanks und Beratungsunternehmen mit entsprechenden Tätigkeitsschwerpunkten befinden. Mit Hilfe von Filtern lassen sich die Forschungs- und Beratungsorganisationen nach ihren inhaltlichen Schwerpunkten sowie nach Bundesländern sortieren.

Den Kontakt zu Studienautoren erleichtert die Online-Expertendatenbank. Sie zeigt viele Gesichter der Energiewende-Forschungslandschaft. Über eine Suchfunktion kann der Nutzer die für ihn relevanten Experten finden und Kontakt aufnehmen. Die Suche ist dabei nach Namen, Instituten oder Studientiteln, an denen der entsprechende Autor mitgearbeitet hat, möglich. 

Sie finden das Forschungsradar Erneuerbare Energien online unter www.forschungsradar.de.

Bei Fragen und Anregungen können Sie sich an die Projektleiterin Claudia Kunz wenden:

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c.kunz@unendlich-viel-energie.de

030 / 200 535 43 



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