• Bundesländervergleich Erneuerbare Energien 2019

    Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg sind Vorreiter

    Die regelmäßige Bundesländervergleichsstudie von AEE, DIW Berlin und ZSW Baden-Württemberg wurde heute veröffentlicht. Die Ergebnisse machen die Fortschritte bei der föderalen Energiewende transparent.

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  • Anhaltend hohe Akzeptanz der Erneuerbaren

    Die eindeutige Botschaft der AEE-Umfrage: 89 Prozent der Bevölkerung unterstützen einen stärkeren Ausbau der Erneuerbaren, weitere 64 Prozent befürworten Erneuerbare-Energie-Anlagen in ihrer Nachbarschaft.

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  • Zukunftsperspektive nach dem EEG: Sektorenkopplung

    Die neue AEE-Animation erklärt, welche Rahmenbedingungen die Sektorenkopplung als Strategie für Post-EEG-Anlagen ermöglichen. Denn ab 2021 fallen die ersten Anlagen aus der EEG Förderung und die Betreiber*innen fragen sich, wie es dann weitergehen soll: Recycling, Second Life, Repowering oder Weiterbetrieb?

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  • Sektorenkopplung in Wärmenetzen

    Wie Erneuerbare Energien die Wärmewende voranbringen können, zeigt das Potenzial, das der Einsatz der Sektorenkopplungstechnologien in Wärmenetzen bietet. Hier schlummern große und relativ flexible Verbrauchsmöglichkeiten, die sich gut als Ausgleichsfaktor zur fluktuierenden regenerativen Stromerzeugung eignen.

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  • Der Energiewendeatlas

    Das Buch für den Erneuerbaren-Ausbau. Schlagen Sie hier nach, wenn Sie wissen wollen, wie wir bis 2030 unser Energiesystem fit für die Zukunft machen. Mit viel Wertschöpfung. Und noch mehr Klimaschutz.

    Der Energiewende-Atlas ist in einer Druckversion auf deutsch erschienen und in unserem Shop gegen eine geringe Schutzgebühr bestellbar. Die englische Druckfassung liegt schon vor. Schon jetzt können beide Sprachversionen auch digital eingesehen werden.

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Mit Erneuerbaren Energien schaffen Kohleregionen und ländlich geprägte Kommunen den Strukturwandel

Berlin, 13. September 2019 – Erneuerbare Energien sind für Kohleregionen und ländlich geprägte Kommunen eine riesige Chance. Gerade Lausitz, Rheinisches oder Mitteldeutsches Revier finden in Deutschland gute Vorbilder, wie der Strukturwandel dank Erneuerbarer Energien gelingen kann.

Die Menschen in den Kohleregionen sorgen sich um ihre Arbeitsplätze. Das hat sich auch in den Ergebnissen der Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg abgebildet. Der Blick in andere Regionen Deutschlands zeigt: Die Transformation von fossilen auf erneuerbare Energiequellen kann gelingen. „Der Rhein-Hunsrück-Kreis ist als erster Landkreis in der Bundesrepublik bilanziell CO2-neutral geworden – von dieser Erfolgsgeschichte können andere Regionen lernen und sehen, wie die Energiewende zum wirtschaftlichen Aufschwung von Regionen genutzt werden kann. Denn dezentrale Energieerzeugung schafft nicht nur Arbeitsplätze, sondern sorgt dafür, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt und von den Menschen akzeptiert wird“, sagte Ulrike Höfken, Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz.

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Robert Brandt, Geschäftsführer Agentur für Erneuerbare Energien, Ulrike Höfken, Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz und Marlon Bröhr, Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises (v.l.n.r.) beim AEE-Pressegespräch "Erneuerbare Energien als Chance für Kommunen im ländlichen Raum"

Erfolgsrezept: Wertschöpfung und Partizipation

In den vergangenen 15 Jahren flossen so bereits etwa 105 Millionen Euro in das regionale Handwerk im Hunsrück. „Bis zum Jahr 2050 werden wir 290 Millionen Euro jährliche Energieimportkosten durch Energieeffizienz und Erneuerbare Energien Zug-um-Zug in regionale Arbeitsplätze und Wertschöpfung umwandeln“, sagt Marlon Bröhr, Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises. Damit hat sich der einst strukturschwache Kreis zu einer finanzstarken Region entwickelt, die nicht mehr von Abwanderung betroffen ist. Im Gegenteil: Gerade Familien ziehen wieder in die Region, denn von den Einnahmen aus Windenergie und anderen Technologien profitieren die Menschen in den Gemeinden: Das Geld fließt etwa in die Gemeindeentwicklung und Klimaschutzprojekte.

Mit Blick auf die Übertragbarkeit auf andere Kommunen spielen die politischen Rahmenbedingungen eine entscheidende Rolle. „Für eine erfolgreiche Energiewende brauchen wir stabile und verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen in Erneuerbare Energien von der Bundesregierung. Ich sage es ganz deutlich: Unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen wäre die Erfolgsstory des Rhein-Hunsrück-Kreises nicht wiederholbar. Hier muss sich dringend etwas ändern“, so Höfken.

Erneuerbare schaffen mehr Arbeitsplätze als Bergbau und Kohlekraftwerke zusammen

Erneuerbaren Energien haben also das Potenzial, Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt abzufedern. Bereits 2016 waren in der Erneuerbare-Energien-Branche auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette –Anlagenbauer, Planer*innen, Betreiber und andere Dienstleister – in Brandenburg rund 19.000, in Sachsen 15.000 und in Nordrhein-Westfalen 46.000 Menschen beschäftigt – mehr als im Bergbau und in Kohlekraftwerken zusammen. Das zeigt nicht nur die ökonomische Ineffizienz des Kohlebergbaus, sondern vor allem das wirtschaftliche Potenzial von Erneuerbaren Energien. „Wir als AEE leisten Überzeugungsarbeit für eine 100 Prozent fossilfreie Energieversorgung“, sagt Robert Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien: „Deshalb möchten wir mit Best-Practice-Beispielen wie dem Rhein-Hunsrück-Kreis zeigen, dass erneuerbare Technologien Zukunftsperspektiven bieten und Entscheiderinnen und Entscheider in den ländlichen Regionen ermutigen, den Wandel auf den Weg zu bringen.“

Pressekontakt
Agentur für Erneuerbare Energien e.V.
Ilka Müller
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