Erneuerbare Energien können Strombedarf für Elektroautos spielend decken

Logo_AEE_orange_400x300Berlin, 19. August 2009 – Als klares Signal für den weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien wertet die Agentur für Erneuerbare Energien den heute vom Bundeskabinett verabschiedeten Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität. Der Strategieplan von vier Bundesministerien zur Markt­einführung von Elektrofahrzeugen bekräftigt, dass diese nur mit Strom aus regenerativen Quellen einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Dies deckt sich mit Berechnungen der Agentur für Erneu­erbare Energien sowie diverser Institute (z.B. Wuppertal-Institut, Fraun­hofer ISI, IfEU Heidelberg). Danach ist die Klimabilanz von Elektroautos mit Strom aus konventionellen Kraftwerken ähnlich schlecht wie die eines vergleichbaren Autos mit fossil betriebenem Verbrennungsmotor.

„Wenn der Fahrstrom aus Kohle- oder Atomkraftwerken stammt, wird Elektromobilität zur Mogelpackung für Klima und Umwelt“, betont Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „Die Er­neuerbaren Energien sind spielend in der Lage, den Strombedarf einer rasch wachsenden Elektroautoflotte abzudecken. Dazu braucht man keine Kapazitäten von Großkraftwerken vorzuhalten“, so Mayer weiter.

Da Elektromotoren einen wesentlich höheren Wirkungsgrad haben als Verbrennungsmotoren, wird der Aufbau der Elektromobilität nur geringe Auswirkungen auf den Gesamtstromverbrauch haben. „Schon ein Bruch­teil der wachsenden, regenerativ erzeugten Strommenge reicht aus, um 10 Millionen Elektrofahrzeuge zu 100 Prozent erneuerbar zu betreiben“, erläutert Mayer. Dafür seien etwa 13 Milliarden Kilowattstunden im Jahr nötig – das entspricht 14 Prozent des gegenwärtig erzeugten Erneuerbare-Energien-Stroms (91 Mrd. Kilowattstunden). Allein bis zum Jahr 2020 will die Branche ihre Stromproduktion auf 278 Mrd. Kilowattstunden steigern.

Die Koppelung der Elektromobilität an Erneuerbare Energien ist zudem sinnvoll, um das Potenzial der Elektrofahrzeuge als Stromspeicher zu erschließen. „In den Akkus der E-Mobile kann überschüssiger Wind- oder Solarstrom zwischengespeichert und bei Bedarf ins Netz zurück gespeist werden“, erklärt Jörg Mayer. „Auf diese Weise wird die Elektro­mobilität helfen, das Angebot aus Erneuerbaren Energien zu verstetigen und noch besser zu nutzen.“ Auf Grundlage des Nationalen Entwicklungs­plans können nun konkrete Projekte für ein solches interaktives Lade­management ausgebaut werden.

Unverzichtbar für eine Strategie „weg vom Öl“ bleiben heute und in Zukunft auch Biokraftstoffe als wichtige Säule erneuerbarer Mobilität. Erneuerbare Elektromobilität kann schließlich – ob auf der Straße oder Schiene – schon aus technischen Gründen nicht alle Bedürfnisse des Personen- und Güterverkehrs abdecken.

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