Journalistenpreis "unendlich viel energie": Feierliche Auszeichnung der Gewinnerbeiträge

Logo_AEE_orange_400x300Berlin, 8. Oktober 2009. Der mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Journalistenpreis „unendlich viel energie“ für die besten Medienbeiträge über Erneuerbare Energien geht in seine vierte Auflage. Am Donnerstagabend bekommen die diesjährigen Preisträger in fünf Kategorien ihre Siegerurkunden überreicht. Schirmherr und Festredner der Preisverleihung in Berlin ist der ehemalige UNEP-Direktor und Bundesumweltminister a. D., Prof. Dr. Klaus Töpfer. Der Journalistenpreis „unendlich viel energie“ wird jährlich von der Agentur für Erneuerbare Energien ausgelobt. Er honoriert Medienbeiträge, die in hervor­ragender Weise die Rolle und Bedeutung der Erneuerbaren Energien in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität vermitteln.

„Die Zukunft der Energieversorgung ist eines der beherrschenden Themen in Politik und Medien“, betont Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „Umso wichtiger ist eine ausgewogene und sachliche Berichterstattung über die Rolle und Funktion der Erneuerbaren Energien, die sich zur tragenden Säule unserer Energieversorgung entwickeln müssen. Die Medien stehen dafür in einer besonderen Verantwortung.“

Eine hochkarätige Jury aus Journalisten und Experten hat die Sieger aus mehr als 200 Einsendungen gekürt. Auf jede Kategorie entfällt eine Prämie von je 3.000 Euro. Mitglieder der Jury waren: Ruth Eichhorn, Director of Photography beim Magazin GEO; Vera Gaserow, Parlamentskorrespondentin der Frankfurter Rundschau; Björn Klusmann, Geschäftsführer des Bundes­verbands Erneuerbare Energie; Tim Krägenow, European Director des Center for Clean Air Policy; Hanne May, Chefredakteurin der Fachzeitschrift „neue energie“ sowie Robert Skuppin, Moderator beim RBB.

Die ausgezeichneten Beiträge im Einzelnen:

Kategorie 1: Print-/Onlinemedien

Der Preis für den besten Beitrag in Print- bzw. Onlinemedien geht an Jens Uehlecke für seinen Artikel „Die ideale Stadt“ im Magazin ZEIT Wissen 02/2009. Darin wird die Vision einer umweltfreundlichen und Ressourcen schonenden Großstadt als schon heute technisch machbare Alternative geschildert. Die Jury kürte diesen Beitrag, weil er die zukunftsweisende und unkonventionelle Thematik „aufwändig recherchiert, spannend erzählt und mit wertvollen Fakten und interessanten Zitaten“ aufbereitet.

Mit einer Anerkennung würdigte die Jury die Serie „Energie der Zukunft“ in der Tageszeitung Südkurier, stellvertretend für die zahlreichen sehr guten Einsendungen aus dem Bereich Lokaljournalismus. Fundiert recherchiert und faktenreich vermittelt die Reihe wesentliche Technologien aus dem Bereich Erneuerbare Energien. Regionale Beispiele und anschauliche Info­grafiken machen die abstrakte Technik erfahrbar und konkret.

Kategorie 2: Hörfunk

„Hörfunk, wie er sein soll“, befanden die Jurymitglieder über den Gewinner­beitrag in der Kategorie Hörfunk. Für den Radiosender SWR 2 hat sich Autor Dirk Asendorpf aufs offene Meer begeben. Sein Beitrag „Kraftwerk auf hoher See“ informiert abwechslungsreich und spannend erzählt über das Thema Offshore-Windparks.

Kategorie 3: Fernsehen

Einen interessanten und gut bebilderten Einblick in die Photovoltaikindustrie bietet der Gewinnerbeitrag in der Kategorie Fernsehen. Den enormen Auf­wand, das Rohmaterial Silizium für Photovoltaikzellen zu gewinnen und auf­zuarbeiten, zeigt Jörg Moll in seinem Film „Was kostet die Sonne“, der auf 3sat ausgestrahlt wurde. Alle gängigen Photovoltaik-Technologien werden verständlich erklärt, wichtige Player kommen zu Wort – darunter auch kritische Stimmen. „Eine hervorragende Kombination von Reportage und Erklärstück“, so das Votum der Jury.

Kategorie 4: Foto

In der Kategorie Foto wurde eine Aufnahme des Agenturfotografen Michael Urban ausgezeichnet. Das Bild „Saubere Energie auf dem Vormarsch“ zeigt das Kräfteverhältnis zwischen konventionellen und Erneuerbaren Energien, dokumentiert aber gleichzeitig den Aufbruch von der Kohlelandschaft zur regenerativen Energieversorgung. Die Jury fand das Foto kompositorisch besonders gut gelungen.

Sonderpreis: Erneuerbare Wärme

Das Thema regenerative Wärme steht bei der diesjährigen Preisverleihung besonders im Vordergrund. Schließlich ist in diesem Bereich noch ein enor­mes Potenzial vorhanden, in dem die Erneuerbaren Energien ihre Vorteile hinsichtlich Kostensenkung und Klimaschutz ausspielen können. Daher wurde in diesem Jahr ein Sonderpreis für den besten Beitrag über Erneuer­bare Wärme ausgelobt. Ausgezeichnet wurde Petra Keidel-Landsee für ihre Kindersendung über Geothermie im Hörfunkprogramm hr2 „Domino“. Der Beitrag „Heiße Erde, Warmes Haus“ erzählt eine originelle Geschichte, in der viele Fakten transportiert werden, und schafft es so, das komplexe Thema Geothermie einfach und verständlich zu erklären.

Alle ausgezeichneten Beiträge sowie Fotos der Preisverleihung stehen ab 9. Okt. 2009 online unter: www.unendlich-viel-energie.de/journalistenpreis.

Die Preisverleihung wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der Unternehmen: Dresdner Bank / Commerzbank AG, Fronius International GmbH, Naturstrom AG, OSTWIND Gruppe, Schmack Biogas AG, WIRSOL Solar AG und wodtke GmbH.

Herausgeber: Agentur für Erneuerbare Energien