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Erneuerbare Energien sind in vielerlei Hinsicht relevant, sie wirken sowohl klimaschonend, demokratie- wie auch wirtschaftsfördernd. Zudem wird die Energie aus Sonne, Wind, Bioenergie, Geothermie und Wasserkraft in ganz unterschiedlichen Bereichen eingesetzt, sowohl zur Strom- und Wärmegewinnung als auch zur Sicherung von Mobilität. Auf den folgenden Seiten erhalten Sie einen Überblick über die vielfältige Welt der Erneuerbaren Energien.

Gute Gründe

24_gute_Gruende_EE_kleinViele gute Gründe sprechen für die Energiewende und den Umstieg auf Erneuerbare Energien. In unserem Adventskalender haben wir 24 Argumente zusammengestellt, warum sich die Unterstützung von Wind- und Sonnenenergie, Biomasse, Geothermie und Wasserkraft lohnt. Vom 1. bis zum 24. Dezember 2015 geht jeden Tag ein weiterer Eintrag online - wir wünschen viel Spaß beim Entdecken! 

Strom

Strom ist aus dem täglichen Leben nicht wegzudenken. Er sorgt für Licht und frische Lebensmittel, für den Betrieb von Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik. Windkraftanlagen, Wasserturbinen, Biogasanlagen, Holzkraftwerke, Photovoltaikmodule und Erdwärmekraftwerke erzeugen umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Strom.

Im Jahr 2013 deckten Erneuerbare Energien bereits über 25 Prozent des deutschen Strombedarfs - und produzierten damit mehr Elektrizität als die Atomkraft oder die Steinkohle. Der wichtigste Antrieb dafür ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Es ist Grundlage für eine dynamische und innovative Branche, für mehr als 371.000 neue Arbeitsplätze und Exporterfolge.

Dank moderner Steuerungstechnik und präziser Wetterprognosen können Windenergie, Wasserkraft, Bioenergie und Photovoltaik im Verbund geregelt werden. Das Kombikraftwerk zeigt, dass eine sichere und bedarfsgerechte Stromversorgung durch Erneuerbare Energien zu jeder Zeit und bei jedem Wetter möglich ist. Im Verkehr kommt Strom aus Erneuerbaren Energien in Elektroautos zum Einsatz.

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Wärme

Erneuerbare Energien sorgen für ein warmes Zuhause. Sie reduzieren die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und schaffen eine Absicherung gegen immer höhere Kosten. Beim Heizen machen sich die steigenden Öl- und Gaspreise besonders bemerkbar. Die Wohn-Nebenkosten sind zur zweiten Miete geworden. Mit einer Solarthermieanlage, einer Holzpelletsheizung oder einer Erdwärmepumpe werden Ein- und Mehrfamilienhäuser unabhängig von fossilen Brennstoffen. Siedlungen und Stadtteile können über Nahwärmenetze effizient mit Wärme aus Biogas oder Holz versorgt werden. 

Schon heute ist es günstiger mit Erneuerbaren Energien zu heizen - auch wenn eine solche Anlage in der Anschaffung noch teurer ist als eine Öl- oder Gasheizung. Rasant steigende Preise sorgen jedoch dafür, dass Erneuerbare Wärme über die Laufzeit der Heizung weniger kostet.

Im Wärmesektor ist es Ziel der Bundesregierung, den Anteil der Erneuerbaren Energien bis 2020 auf 14 Prozent zu erhöhen. Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz verpflichtet Bauherren seit 2009, den Wärmebedarf von Neubauten anteilig aus Solarenergie, Biomasse oder Erdwärme zu decken. Ersatzmaßnahmen wie eine verbesserte Dämmung des Hauses, der Anschluss an ein Fernwärmenetz oder Kraft-Wärme-Kopplung sind möglich. Über den Pflichtanteil hinaus wird das Heizen mit Erneuerbaren Energien durch das Marktanreizprogramm gefördert. Eine sogenannte "Klimaprämie" erhält, wer eine Solarthermieanlage, einen automatisch beschickten Holzpellet- oder Scheitholzofen oder eine Erdwärmesonde einbaut. Je nach Größe und Beschaffenheit der Anlage variiert dieser Investitionskostenzuschuss. Zinsgünstige Darlehen vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Im Jahr 2013 deckten Erneuerbare Energien 9 Prozent des gesamten deutschen Wärmebedarfs. Über 300.000 Holzpelletheizungen, knapp 500.000 Wärmepumpen und etwa 1,8 Millionen Solarthermieanlagen sind in bzw. auf deutschen Häusern installiert.

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Verkehr

Wie werden wir uns in Zukunft fortbewegen, wenn die Ölquellen versiegen? Die Erneuerbaren Energien bieten schon heute Lösungen für Mobilität, die sicher und bezahlbar bleibt, ohne das Klima zu gefährden. Zu Lande, zu Wasser und in der Luft können Personen und Güter mit Erneuerbaren Energien bewegt werden. Die verschiedenen Antriebstechnologien sind teilweise längst im täglichen Verkehr etabliert, andere warten auf ihre breite Markteinführung. Erneuerbare Energien stellen heute 5,3 Prozent am gesamten Kraftstoffverbrauch.

Den größten Beitrag liefern zurzeit die Biokraftstoffe, die in Verbrennungsmotoren in Autos und Lkw, in Bahnen, Schiffen und Flugzeugen zum Einsatz kommen. Wichtig wird aber auch die Elektromobilität: Strom aus Erneuerbaren Energien treibt sauber und effizient Elektromotoren in Autos und Motorrädern, in Bussen und Bahnen an.

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Wirtschaft

Die Erneuerbaren Energien haben sich zu einer der führenden deutschen Technologiebranchen entwickelt. Sie sorgen für Wachstum, regionale Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze.

Im Jahr 2013 lag der Anteil der Erneuerbaren Energien am gesamten deutschen Strom-, Wärme- und Kraftstoffverbrauch bei 12,3 Prozent. Die Investitionen in neue Anlagen lagen in 2013 bei etwa 16,1 Milliarden Euro. Der Umsatz deutscher Unternehmen lag bei 22,7 Milliarden Euro.

Investitionen in Erneuerbare Energien schaffen Arbeit. Seit 2004 hat sich die Zahl der Beschäftigten in diesem Wirtschaftszweig mehr als verdoppelt. Heute arbeiten etwa 371.000 Menschen bei Herstellern, Zulieferern und Projektierern der Erneuerbare-Energien-Branche.

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Erneuerbare Karriere

Die Branche der Erneuerbaren Energien entwickelt sich sehr dynamisch. Seit dem Jahr 2004 hat sich die Zahl der Beschäftigten mehr als verdoppelt. 2014 rund 355.400 Menschen in den Unternehmen dieses Wirtschaftszweigs tätig. Auch in Zeiten der Wirtschaftskrise ist der Bedarf an Fachkräften groß. Viele Firmen beklagen einen Mangel an qualifiziertem Personal. Universitäten, Fachhochschulen und Unternehmen reagieren auf diese Situation und schaffen neue Ausbildungsmöglichkeiten. Etwa 300 Studiengänge werden aktuell in diesem Bereich angeboten.

Unternehmen der Erneuerbaren Energien sind für viele ein attraktiver Arbeitgeber. Die Mischung aus Technik und Wirtschaft und der Anspruch auf aktiven Klimaschutz machen sie besonders interessant für junge Leute. Mit dem hohen Innovationsgrad und der Internationalisierung der Branche eröffnen sich immer neue Arbeitsfelder.

Das Online-Portal www.erneuerbare-karriere.de zeigt die vielfältigen Einstiegsmöglichkeiten in den Arbeitsmarkt der Erneuerbaren Energien. Schüler und Studenten, Berufsanfänger und Quereinsteiger finden hier umfangreiche Informationen über Jobs und Unternehmensprofile, Studiengänge und Ausbildungsplätze, Forschungsinstitute und Fördermöglichkeiten.

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Politik

Der Schutz des Klimas und eine sichere Energieversorgung gehören zu den wichtigsten globalen Herausforderungen der Menschheit. Erneuerbare Energien, Energieeinsparungen und der Einsatz effizienter Technologien sind zentrale Strategien, um diese Herausforderungen zu meistern.

Weltweit haben sich 144 Staaten eigene Ziele für den Ausbau der Erneuerbaren Energien gesetzt. 138 Staaten und Regionen setzen Politikmaßnahmen ein, um den Anteil Erneuerbarer Energien an der Energieversorgung zu erhöhen. Die Staaten der Europäischen Union haben sich verpflichtet, bis 2020 den Anteil Erneuerbarer Energien auf 20 Prozent zu erhöhen und streben gleichzeitig 20 Prozent weniger Treibhausgasemissionen an. In Deutschland steht auf den Ebenen des Bundes, der Bundesländer und der Kommunen eine breite Palette an Politikinstrumenten zur Verfügung, um Erneuerbare Energien zu fördern.

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Akzeptanz

Erneuerbare Energien, ja bitte. Aber nicht vor der eigenen Haustür? Umfragen zeigen, dass sich die überwältigende Mehrheit der Bürger für eine Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen ausspricht. Bei konkreten Projekten vor Ort hängt die Akzeptanz aber stark davon ab, wie die Anwohner bei der Planung und Umsetzung beteiligt werden - gerade in touristisch geprägten Regionen.

Bürger fragen sich, ob durch den Bau einer Biogasanlage oder eines Windparks Beeinträchtigungen durch Geräusche, Gerüche oder höheres Transport- und Verkehrsaufkommen auf sie zukommen. Wie sieht es vor Ort mit der Zustimmung für Erneuerbare Energien und vor allem mit deren Ausbau aus? Wie verhält sich die Bevölkerung zu neuen Anlagen oder neuen Stromnetzen? Aktuelle Umfragen und Studien liefern Antworten auf die "Akzeptanz-Frage".

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Umfangreiches Informationsdossier zum Thema:
Akzeptanz und Bürgerbeteiligung für Erneuerbare Energien



Natur- und Artenschutz

Wie jede Form der Energieerzeugung ist auch der Ausbau der Erneuerbaren Energien ein Eingriff in die Natur und hat damit Auswirkungen auf Flora und Fauna. Da Erneuerbare Energien zudem mehr Flächen brauchen, ist der Ausbau von Wind-, Solar- und Bioenergieanlagen sichtbarer als einzelne fossile Kraftwerke. Dennoch ist die Energiewende insgesamt ein deutlicher Gewinn für die Umwelt, da nur mit einer sauberen und klimafreundlichen Energieerzeugung die gefährlichen Auswirkungen steigender Temperaturen auf die Ökosysteme und der Ausstoß gefährlicher Schadstoffe vermieden werden kann. Und auch beim konkreten Ausbau der Erneuerbaren Energien kann durch gute Planung und Umsetzung an den einzelnen Standorten der Natur- und Artenschutz mit der Energiewende in Einklang gebracht werden.

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FAQ

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