14. Wertschöpfung bleibt zu Hause

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Deutschlands Regionen profitieren von der Förderung Erneuerbarer Energien. Im Jahr 2012 profitierten Bund und Länder durch Erneuerbare Energien von mehr als 11 Milliarden Euro. Die Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie den Einfluss des Ausbaus Erneuerbarer Energien auf Arbeitsplätze, Unternehmensgewinne und Steuereinnahmen untersucht. Statt Energierechnungen bei russischen Erdgas-Konzernen oder arabischen Ölscheichs begleichen zu müssen, werden die Ausgaben für Energie zu kommunaler Wertschöpfung. Im Online-Wertschöpfungsrechner der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) lassen sich diese Wertschöpfungseffekte aus Erneuerbaren Energien ermitteln.

Kleine Handwerksbetriebe und mittelständische Unternehmen aus der Region sorgen für Bau, Betrieb und Wartung der Anlagen. Kommunen erhalten Einnahmen aus Einkommens- und Gewerbesteuern sowie über die Verpachtung von gemeindeeigenem Grund und Boden. Tragend für diese Entwicklung sind ländliche Räume in den Bundesländern mit einer deutlich unterdurchschnittlichen Bevölkerungsdichte. Durch die Re-Investition dieser Einnahmen in Bildung, Kultur und in die Infrastruktur vor Ort kommen diese Gelder allen Bürgern zugute.

 

Die Erneuerbaren Energien entwickeln sich somit immer mehr zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Gemeinden und wirkt gegen die Abwanderung in ländlichen Regionen. Wichtige Akteure für die Energiewende in ländlichen Regionen sind die Landwirte. Viele von ihnen haben sich durch die Nutzung Erneuerbarer Energien ein zweites Standbein geschaffen. In einer von starken Preisschwankungen betroffenen Agrarwelt schafft dies ein wirtschaftliches Gegengewicht.