18. Globales Wachstum stärken

AEE_PV_Leistung_je_Investition_Jan18_72dpi Bliebe die Energiewende auf Deutschland beschränkt, wäre der Effekt für Klimaschutz und eine sichere Energieversorgung im globalen Maßstab zu vernachlässigen. Fakt ist aber: Die Erneuerbaren Energien sind weltweit auf dem Vormarsch. Bei den Investitionen in Erneuerbare Energien liegen China, Europa und die Vereinigten Staaten ganz vorn. Sie sind für 75 Prozent der weltweiten Investitionen in Erneuerbare Energien verantwortlich. China hat die Investitionssumme sogar um 30,7 Prozent zum Vorjahr gesteigert. In Schwellen- und Entwicklungsländern zeigt sich aber auch, dass Investitionen in Erneuerbare Energien immer relevanter werden. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt werden beispielsweise auf den Marshall-Inseln, in Ruanda oder in Guinea- Bissau gleich oder sogar noch höhere Investitionen als in Industrieländern getätigt. Doch auch im kleinen Maßstab werden die Vorzüge Erneuerbarer Energien zunehmend entdeckt, so bei der Nutzung der Photovoltaik an Standorten, die nicht ans Stromnetz angeschlossen sind.

Gute Rahmenbedingungen wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sind Grundlage für den Aufschwung. Damit einher gehen Effizienzsteigerungen bei Erneuerbare-Energien-Technologien. In Deutschland konnten neue Produzenten von Solarstrom Ende 2016 pro 1.000 Euro an Investitionen 620 Watt peak an Photovoltaikleistung installieren. Das ist mehr als doppelt so viel wie noch Ende 2009. Im weltweiten Ranking nach Investitionssummen landet Deutschland bei Erneuerbaren Energien auf Platz fünf.

Solche Entwicklungen haben ein verstärktes Wachstum Erneuerbarer Energien auch in anderen Ländern erleichtert. Dabei darf aber nicht vergessen werden: Momentan wird weiterhin viel Geld des Staates und der Wirtschaft in fossile Energien gesteckt, gerade auch in Ländern wie China oder Indien. Solche Investitionen müssen schon wegen eines weiter steigenden Energiebedarfs in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern künftig in Erneuerbaren-Projekte fließen.