Bürger unzufrieden mit deutscher Energie- und Klimapolitik

trendDie Mehrheit der deutschen Bundesbürger ist mit der politischen Umsetzung der Energiewende unzufrieden. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von YouGov hervor, über welche die Badischen Neuesten Nachrichten berichtete. Demnach kritisierten 68 Prozent der Befragten, die Große Koalition treibe das Projekt nicht entschlossen genug voran. Auch mit der deutschen Klimapolitik ist die Bevölkerung unzufrieden. Eine große Mehrheit der Deutschen erwartet von der Kanzlerin ein stärkeres Engagement gegen den Klimawandel, wie eine Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Kampagnen-Plattform avaaz.org im Februar ergeben hatte. Demnach forderten 83 Prozent, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für ein Emissionsreduktionsziel von 50 Prozent in der EU einsetzen sollte.

 Merkel setzte sich beim Gipfel der EU-Regierungschefs Mitte März in Brüssel für 40 Prozent weniger Treibhausgas im Vergleich zu 1990 ein. Bei den schlussendlich erfolglosen Verhandlungen um verbindliche Klimaziele lagen folgenden Vorschläge auf dem Tisch: Die EU- Kommission hatte empfohlen, den Ausstoß der klimaschädlichen Treibhausgase bis 2030 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu verringern und den Anteil Erneuerbarer Energien auf 27 Prozent zu erhöhen. Das Europaparlament hatte dagegen bereits im Februar drei verbindliche EU-Ziele für 2030 gefordert: Senkung des Kohlendioxidausstoßes um 40 Prozent, Ausbau erneuerbarer Energien auf 30 Prozent des Endenergieverbrauchs und ein Energieeffizienzziel von 40 Prozent. Für Klimaschützer sind beide Vorschläge nicht ausreichend.

Mehr Informationen:

Badische Neuste Nachrichten: Schlechte Noten für die Große Koalition. 26.03.2014.

Spiegel Online: Acht von zehn Deutschen wollen schärfere Klimaziele. 27.02.2014.