Warten auf globalen Klimaschutzpakt bei UN-Gipfel in Warschau

renews_teaserbild28.11.2013: Während der weltweite Ausstoß an Treibhausgasen Jahr für Jahr steigt, ist der Abschluss eines wirksamen globalen Klimaschutzabkommens weiterhin ungewiss. Beim 19. Treffen der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) mit ihren 195 Mitgliedstaaten verständigten sich die Teilnehmer am 23. November in Warschau nach zweiwöchigen Verhandlungen nur auf kleine Schritte, die den Verhandlungsmarathon in Gang halten sollten. Schnelle Fortschritte in Richtung eines 2015 in Paris abzuschließenden Klimapakts fehlten. Mit seinem Beginn kurz nach dem verheerenden Taifun auf den Philippinen stand der Klimagipfel in der polnischen Hauptstadt im Zeichen der massiven Schäden, die durch die Erderwärmung schon heute entstehen. Die Industrieländer sagten vor diesem Hintergrund zwar zu, Klarheit über die geplante Entschädigung von Klimafolgen in Entwicklungsländer auf bis zu 100 Mrd. $ jährlich im Jahr 2020 zu schaffen. Mit dem „Warschau-Mechanismus“ wurde zudem ein neues Gremium ins Leben gerufen, um die Anpassung an den Klimawandel zu erleichtern. Insgesamt wurde aber, so das Medienecho auf den Gipfel, nur ein Minimalkonsens erzielt.

Die beste Möglichkeit zur Eindämmung des Klimawandels ist neben dem Energiesparen die Nutzung Erneuerbarer Energien. Der Weltklimarat (IPCC) geht je nach Szenario davon aus, dass durch Erneuerbare Energien von 2010 bis 2050 insgesamt etwa 220 bis 560 Milliarden Tonnen an CO2-Ausstoß vermieden werden kann. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 vermieden Erneuerbare Energien in Deutschland rund 145 Millionen Tonnen an Treibhausgasen. Dieser Wert lässt sich mit dem Ausbau der Erneuerbaren weiter steigern. Wichtig sind konkrete Ausbauziele für die Erneuerbaren und gleichzeitig die Eindämmung klimaschädlicher konventioneller Energieträger.

Mehr lesen:

TAZ: Knapp am Eklat vorbei. 23.11.2013.

IPCC, 2011: IPCC Special Report on Renewable Energy Sources and Climate Change Mitigation.