2014 war Rekordjahr bei Erneuerbaren Energien

2014 war ein Rekordjahr für Erneuerbare Energien, deren weltweite Leistung um 135 Gigawatt anwuchs. Die Gesamtleistung der regenerativen Kraftwerke vergrößerte sich also innerhalb eines Jahres um 8,5 Prozent auf 1.712 Gigawatt (GW). Das geht aus dem Globalen Status Report Erneuerbare Energien des internationalen Stakeholder-Netzwerkes REN21 hervor, der im Juni 2015 veröffentlicht wurde.

Der Bericht verweist auf zwei weitere Entwicklungen: Obwohl der weltweite Energieverbrauch in den letzten Jahren durchschnittlich um 1,5 Prozent angestiegen und das weltweite Bruttosozialprodukt im Mittel um drei Prozent gewachsen seien, blieben die CO2–Emissionen des Jahres 2014 im Vergleich zum vorhergehenden Jahr stabil. Dass bedeute, dass zum ersten Mal seit vier Jahrzehnten die Weltwirtschaft wuchs, ohne dass parallel die CO2-Emissionen gestiegen wären. Die Autoren des Reports folgern daraus, dass sich das globale Wirtschaftswachstum zunehmend vom CO2-Ausstoß entkopple. Diese Entwicklung ergäbe sich vor allem aus zwei Faktoren: China nutze mehr Erneuerbarer Energien und die OECD-Länder engagierten sich stärker für Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und im Bereich des nachhaltigem Wirtschaftswachstums.

Weltweite Photovoltaik-Kapazität wächst am schnellsten

GSR2015_Figure4Die weltweite Energieproduktion aus Wind, Photovoltaik und Wasserkraft stieg um 128 GW gegenüber 2013. Dies ist vor allem politischen Rahmenbedingungen zur Förderung von erneuerbaren Energieträgern zu verdanken, die nunmehr in 145 Ländern zu finden sind – gegenüber 138 Ländern im Jahr 2013.

Ende 2014 betrug der Anteil Erneuerbarer Energien an der weltweiten Kraftwerksleistung 27,7 Prozent. Dies reicht, um geschätzte 22,8 Prozent des globalen Strombedarfs zu decken. Die Photovoltaikkapazität ist am stärksten gewachsen: Die installierte PV-Leistung ist in den vergangenen zehn Jahren um das 48-fache gestiegen (von 3,7 GW in 2004 auf 177 GW im Jahr 2014). Auch die Windenergie hat stark zugelegt: Sie steigerte sich von 48 GW in 2004 um den Faktor 8 auf 370 GW im letzten Jahr.

Investitionen in Erneuerbare mehr als doppelt so hoch wie in fossile Kraftwerke

Neue globale Investitionen in Erneuerbare Energie und Treibstoffe (ohne Großwasserkraft mit einer Leistung von mehr als 50 MW) stiegen um 17 Prozent im Vergleich zu 2013 auf 270,2 Milliarden US-Dollar (USD). Wenn man große Wasserkraftanlagen hinzurechnet, stiegen die Investitionen sogar auf 301 Milliarden USD. Die weltweiten Neuinvestitionen in erneuerbare Kraftwerkskapazitäten waren mehr als doppelt so hoch wie jene in fossile Kraftwerkskapazitäten (netto). Damit setzt sich der seit fünf Jahren anhaltende Trend fort, nach dem die Erneuerbaren bei den Netto-Investitionen die fossilen Brennstoffe überholen.

In den Entwicklungsländern stiegen die Investitionen um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 131,3 Milliarden USD. Die Entwicklungsländer liegen damit fast gleichauf mit den Gesamt-Investitionen der Industrieländer, die 2014 bei 138,9 Milliarden USD lagen und nur um drei Prozent gegenüber 2013 gestiegen waren. China trug allein 63 Prozent zu den Investitionen der Entwicklungsländer bei, während Chile, Indonesien, Kenia, Mexiko, Südafrika und die Türkei jeweils mehr als eine Milliarde in Erneuerbare Energien investierten.

Mit Blick auf die Gesamtinvestitionen führen China, die USA, Japan, Großbritannien und Deutschland die Liste der führenden Investitionsländer an. Die führenden Länder bei Investitionen in Bezug auf Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung waren Burundi, Kenia, Honduras, Jordanien und Uruguay.

Dieser Artikel wurde im Renews, dem Newsletter der Agentur für Erneuerbare Energien, veröffentlich.

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