USA und Ukraine dominieren EU-Ölsaatenimporte

ufop_logo_400x300Berlin, 26. Februar 2020. Die Ukraine wird für die Rapsversorgung der Gemeinschaft immer wichtiger. Aus den USA kamen in den vergangenen Monaten große Sojamengen.

Im bisherigen Saisonverlauf 2019/20 erhielt die EU-28 rund 8,7 Mio. t Sojabohnen aus Übersee und damit fast 6 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei zeichnet sich eine Verschiebung der Warenströme ab. So lieferten die USA seit Wirtschaftsjahresbeginn am 01.07.2019 die USA mit 52 % der Gesamtimporte den größten Anteil. Das war zwar auch im Vorjahreszeitraum 2017/18 so, aber mit 79 % bzw. 7,1 Mio. t war der Anteil bzw. die absolute Menge seinerzeit noch deutlich größer. Die geringere Liefermenge in der laufenden Saison dürfte vor allem mit der kleineren US-Ernte (-20 % zum Vorjahr) zusammenhängen. Überraschend viel kam indes aus Kanada. Die Lieferungen haben sich gegenüber Vorjahresmenge verachtfacht.

Beim Raps ist die Ukraine Hauptlieferant der EU-28, in der laufenden Saison wurden rund 2,8 Mio. t importiert. Das entspricht gegenüber Vorjahreszeitraum eine Steigerung von knapp einem Drittel. Laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) hat die Ukraine als Rapsherkunft für die EU damit deutlich an Gewicht gewonnen. Mehr Bedeutung hat in diesem Wirtschaftsjahr auch Kanada, das seine Liefermenge sogar auf über 1 Mio. t mehr als vervierfacht und damit Australien auf Rang drei abgedrängt hat. Ursachen sind der Mengendruck in Kanada infolge des Ausfalls der Exporte nach China und das trockenheitsbedingt geringere Angebot in Australien.

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