Kleine Rapsernte steht robuster Ölnachfrage gegenüber

ufop_logo_400x300Berlin, 26. Juni 2019. Die Nachfrage nach Biodiesel ist ungebrochen. Hauptbestandteil in Deutschland ist und bleibt Rapsöl, doch die deutsche Rapsproduktion deckt den Bedarf nicht.

Aufgrund der ungünstigen Vegetationsbedingungen, die den Winterraps schon seit der Aussaat begleiten, wird es 2019 in Deutschland nur eine kleine Rapsernte geben. Die Schätzung liegt bei rund 3,1 Mio. t, das wären noch einmal 17 % weniger als im bereits schwachen Vorjahr und die kleinste Winterrapsernte seit 21 Jahren.

Gleichzeitig ist die Nachfrage in Deutschland nach Raps groß. 2018 wurden allein in Deutschland 3,2 Mio. t Biodiesel hergestellt. Laut dem Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) waren die wichtigsten Rohstoffe Rapsöl mit einem Anteil von knapp 60 % sowie Altspeiseöle und -fette mit einem Anteil von 27%. Diese stammen aus Sammlungen (u.a. Küchen, Restaurants), die abfallrechtlich vorgeschrieben sind. Soja- und Palmöl spielen als Rohstoff eine vergleichsweise kleine Rolle; tierische Fette, Fettsäuren und anderen Rohstoffe machen zusammen gerade einmal 5 % aus.

Der in Deutschland produzierte Biodiesel deckt vor allem die Nachfrage der Mineralölfirmen ab und belief sich 2018 laut BAFA auf 2,3 Mio. t. Diese müssen – wie im Vorjahr – eine Treibhausgasminderungspflicht von 4% erfüllen. Diese Verpflichtung steigt ab 2020 auf 6%. Damit ist absehbar, dass der Rapsölbedarf zur Biodieselherstellung auch im kommenden Jahr höher sein wird, denn gleichzeitig wird die Menge von Biodiesel aus Palmöl mit dem Jahr 2019 limitiert.

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