Garantiefond soll Ausbau der Erneuerbaren in Entwicklungsländern ankurbeln

presseschau_teaser_400_270 Nicht nur Deutschland setzt auf Energiegewinnung aus regenerativen Quellen – in Industrieländern boomen derzeit die Erneuerbaren. Doch in vielen Entwicklungsländern fehlt das benötigte Kapital, um nachzuziehen und Anlagen zu errichten. Auch Banken scheuen vor einer Kreditvergabe zurück. Sie beurteilen die politischen Rahmenbedingungen in einigen Entwicklungsländern als instabil und fürchten, dass die Kredite nicht zurückgezahlt werden könnten. Im Rahmen des UN-Klimagipfels in Lima wurde ein Vorschlag eingereicht, dem vermeintlichen Investitionsrisiko entgegenzusteuern. Ein globaler Garantiefonds soll die klimafreundlichen Investitionen in Entwicklungsländern absichern. Ein Beitrag der Deutschen Welle erklärt übersichtlich, was sich hinter der Idee verbirgt.

Globaler Garantiefond mindert das Risiko

Finanziert werden soll das Ganze aus dem neu gegründeten Green Climate-Fund. Dieser verfügt über zehn Milliarden Dollar um damit Maßnahmen für den Klimaschutz und Anpassungsmaßnahmen zu unterstützen. „Es könnte ein wichtiger Schub für den Ausbau von Erneuerbaren Energien in Entwicklungsländern sein“ urteilt die Deutsche Welle. Schon seit Jahren sehe die World Wind Energie Association, kurz WWEA, Probleme der Finanzierung bei der Installation von teuren Windanlagen in Entwicklungsländern. Deshalb hat der Weltwindenergieverband die Idee des Garantiefonds vorgestellt. „Obwohl Erneuerbare Energien mittlerweile die kostengünstigste Technologien zur Stromerzeugung sind und es in Entwicklungsländern einen großen Bedarf dafür gibt, haben wir das Problem, dass der Zugang zum Kapital problematisch ist“, zittert der Beitrag Stefan Gsänger, Geschäftsführer des WWEA. Nach Einschätzung der WWEA hätte die Risikoabsicherung eine enorme Hebelwirkung für die Investitionen in Entwicklungsländern. Mit fünf Milliarden Dollar aus dem Green Climate Fund, könne ein privates Investment von mehr als 200 Milliarden Dollar Euro in Erneuerbare Energien ausgelöst werden.

Dieser Artikel wurde im Renews, dem Newsletter der Agentur für Erneuerbare Energien, veröffentlicht.