Aufbruch in eine postfossile Verkehrswelt

neu_im_frWenn der Bahnverkehr bestreikt wird, verlagert sich ein Teil des Verkehrs auf die Straße. Nicht nur Staus sind die Folge, sondern auch das Klima leidet. Berechnungen der AEE zeigen: Wenn die Bahnkunden auf Autos und Busse ausweichen, werden allein durch den Personenverkehr an einem Streiktag zusätzlich 23.790 Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen. Bleibt zu hoffen, dass sich Bahn und Gewerkschaften bald einigen, denn die Bahn bildet das Rückgrat für die Energiewende im Verkehr, so eine aktuelle Studie des Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ).

Wie der Aufbruch in eine postfossile Verkehrswelt in Deutschland gelingen kann, zeigen Experten des InnoZ in der Studie „Die neue Verkehrswelt“ im Auftrag des Bundesverbandes Erneuerbare Energie. Sie beschreiben zunächst den Status Quo im Verkehrssektor und erörtern Möglichkeiten, den CO2-Ausstoß zu reduzieren bzw. unsere Mobilität auf erneuerbare Energiequellen umzustellen. Ihre These: Erneuerbare Energien werden zum Innovationstreiber im Verkehrssektor, umgekehrt erleichtert die Elektrifizierung des Verkehrs die Integration der fluktuierenden Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien. Dabei berücksichtigen sie wesentliche gesellschaftliche, kulturelle und technische Entwicklungstrends wie die zunehmende Digitalisierung. Breiten Raum nimmt die Beschreibung der „neuen Verkehrswelt“ mit der Verknüpfung verschiedenster Verkehrsmittel und Energieanlagen ein sowie die Einbindung gesellschaftlicher Akteure. Zur Veranschaulichung der Zielvorstellung skizzieren die Autoren zudem drei Kurzszenarien.

Die Studie schließt mit politischen Handlungsempfehlungen, wie die „neue Verkehrswelt“ herbeigeführt werden könne. Eine Zusammenfassung von Zielsetzung, Ergebnissen, Methodik sowie den Annahmen liefert das Forschungsradar Energiewende auf www.forschungsradar.de

Dieser Artikel wurde im Renews, dem Newsletter der Agentur für Erneuerbare Energien, veröffentlicht.