Intergalaktisches Länderranking

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In einem Monat startet der UN-Klimagipfel in Paris. Auf der politischen Agenda stehen dann die Verhandlungen um ein neues Abkommen mit verbindlichen Zielen zur Senkung der Treibhausgasemissionen. Für die Medienagenda heißt das: neben Meldungen über den Gipfel müssen auch Hintergrundinformationen über die Klimaschutzpolitik der einzelnen Verhandlungspartner geliefert werden. Und das bedeutet: Hochkonjunktur für Länderrankings. Bei der Berichterstattung über bisherige Klimagipfel schien kein Mittel geeigneter, um solche internationalen Treffen journalistisch aufzubereiten. Wohl dem, der jetzt schon alle Statistiken aus dem Effeff kann oder im Vorfeld geeignete Quellen recherchiert. Also dann: Dänemark, Schweden und Großbritannien sind jene Staaten mit den höchsten Leistungen für den Klimaschutz. China, USA und Indien führen die Liste der zehn größten CO2-emittierenden Länder an. Beim Bundesländervergleich Erneuerbare Energien schneidet Bayern am besten ab. Deutschland verfügt über die zweitgrößte Erzeugungskapazität Erneuerbarer Energien pro Einwohner weltweit, nur Dänemark steht noch besser da. Auf den weiteren Plätzen folgen Schweden, Spanien und Portugal. In absoluten Zahlen für den Ausbau Erneuerbarer Energien führt China die Weltrangliste an, gefolgt von den USA und Deutschland.   

Und darüber hinaus?

Vorerst ist es nur eine These, aber vielleicht befindet sich der größte Nutzer Erneuerbarer Energien auf dem Stern KIC 8462852, in der Nähe des Sternbildes Schwan. Er ist 1.500 Lichtjahre von der Erde entfernt und mit dem bloßen Auge nicht sichtbar. Allerdings haben Messungen des Weltraumteleskops Kepler in den Jahren 2009 bis 2013 ungewöhnliche und unregelmäßige Lichtschwankungen gemessen. Der Wissenschaftler Jason Wright von der US-amerikanischen Penn State University deutet sie wie folgt: KIC 8462852 könnte von gigantischen Sonnenkollektoren verdunkelt sein, die um den Stern kreisen und sein Licht umfassend auffangen. So könnte sich eine hochentwickelte außerirdische Lebensform vollständig mit Energie versorgen. Wright nimmt in seiner Interpretation der Messdaten Bezug auf die These der Physikerlegende Freeman Dyson. Er rät, auf der Suche nach hochentwickelten Außerirdischen nach deren Energiequellen Ausschau zu halten. Spiegel Online berichtet, Wright möchte nun KIC 8462852 mit einem Radioteleskop untersuchen, um bei der Interpretation der Daten weiterzukommen. Sollten dort tatsächlich Außerirdische sein, so könnte man ihre Kommunikation mithören. Vielleicht werden NASA, ESA, CNSA und Co. irgendwann in der Lage sein, auch mit KIC 8462852 zu kommunizieren. Wenn das möglichst schnell passiert, hätte man für zukünftige Klimagipfel noch mehr Fürsprecher für die Energiewende.

Der monatliche Kurzschluss erscheint im Renews, dem monatlichen Newsletter der Agentur für Erneuerbare Energien. Er behandelt stets ein Thema der aktuellen energiepolitischen Debatte - mit Augenzwinkern. 

Statistiken Erneuerbare Energien und Klimaschutz zur Vorbereitung auf COP21: