Klimaschutzplan 2050 verabschiedet

klimaschutzplan2050Am 14. November hat das Bundeskabinett den Klimaschutzplan 2050 beschlossen. Der Plan beschreibt die Klimaschutzstrategie der Bundesregierung mit dem Ziel, weitgehende Treibhausgasneutralität bis zur Mitte des Jahrhunderts zu erreichen. Für das Jahr 2030 bekräftigt er das Gesamtziel einer Treibhausgasminderung von mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 und bricht dieses auf einzelne Sektoren herunter.

Für die Treibhausgasemissionen der Energiewirtschaft nennt der Plan das Zwischenziel einer Minderung auf 175 bis 183 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente bis 2030. Für einen Ausstieg aus der Kohleverstromung gibt es kein Datum. Stattdessen den Hinweis, das Erneuerbare Energien weiter ausgebaut werden und die Kohleverstromung entsprechend zurückgehen soll. Eine neue Kommission soll einen Instrumentenmix entwickeln, der den Regionen und Branchen hilft, die vom Ausstieg aus der Kohleverstromung besonders betroffen sein werden.

Für den Gebäudebereich sieht die Bundesregierung einen „Fahrplan für einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand“ vor. Bis 2030 soll die Treibhausgasminderung 66 bis 67 Prozent betragen. Das soll über Neubaustandards, langfristige Sanierungsstrategien und die schrittweise Abkehr von fossilen Heizungssystemen geschehen.

Der Verkehrsbereich wird mit 40 bis 42 Prozent zum 2030er Klimaziel beitragen. Eine Reihe von Klimaschutzkonzepten soll hierfür Maßnahmen aufzeigen, etwa ein Klimaschutzkonzept Straßenverkehr. Alternative Antriebe, der ÖPNV, der Schienenverkehr und der Rad- und Fußverkehr aber auch eine Digitalisierungsstrategie sollen zu diesem Ziel beitragen.

Außerdem sieht der Klimaschutzplan bis 2050 im Bereich Industrie die Treibhausgasminderung von 49 bis 51 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 1990 vor sowie in Höhe von 31 bis 34 Prozent im Bereich der Landwirtschaft.

Dieser Artikel wurde im Renews, dem Newsletter der Agentur für Erneuerbare Energien, veröffentlicht.

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